Ende Juni / Anfang Juli hatten wir zwei Wochen Urlaub geplant. Ursprünglich wollten wir eine Woche davon irgendwo in Deutschland verbringen, München, Bodensee oder so ähnlich. Irgendwann kam Klaus aber mit dem Vorschlag „Malta“ um die Ecke und als ich fragte, wie er denn darauf käme, meinte er nur „die waren beim Eurovision Song Contest dabei“. Ich muss zugeben, ich wusste bisher so gut wie nichts über Malta, außer, dass es eine Insel und ein eigener Staat ist. Ein Blick auf Google Maps verriet mir dann, dass es südlich von Sizilien im Mittelmeer liegt, was dann einem Gut-Wetter-Versprechen gleichkommt. Somit war es beschlossene Sache. Über unsere Reiseberaterin Silke buchten wir 6 Nächste im Hotel The Victoria in Sliema und so ging es am 02.07. morgens um 7 Uhr zum Frankfurter Flughafen. Eigentlich hatte ich mir geschworen, nie privat mit Lufthansa zu fliegen aufgrund der vielen Streiks. Da wir aber nur die Wahl hatten zwischen Malta Air und Lufthansa, die die deutlich angenehmeren Flugzeiten hatten, wurde es dann doch Lufthansa. Beim Check-in habe ich es dann fast schon bereut, da wir aufgrund von Überbuchung keinen Sitzplatz bekamen. Am Gate konnte man uns zunächst auch nicht mehr dazu sagen, aber schlussendlich durften wir mitfliegen und das sogar in der Business Class, was etwas mehr Platz und Essen auf Porzellan bedeutete.
Nach gut zwei Stunden Flugzeit kamen wir in Malta an und hier zeigte sich das erste Mal, dass Malta tatsächlich ein beliebtes Ziel für Sprachreisen ist, überall Teenager. Wir fanden dann doch irgendwie Keith, den Vertreter unseres Reiseveranstalters, der sogar deutsch sprach. Während wir auf unseren Bus zum Hotel warteten, erzählte er uns gleich ein bisschen was über Malta.
Die Fahrt vom Flughafen dauerte nur ca. 30 Minuten und netterweise war unser Hotel das erste auf der Fahrt. Nach dem Check-in bezogen wir unser Zimmer im 6. Stock und auch wenn es an diesem Tag sehr bewölkt war, war die Aussicht aufs Meer und die Stadt herrlich:
Da Keith sich für ein Begrüßungsgespräch angekündigt hatte, schauten wir uns nur kurz im Hotel um und trafen ihn dann wieder in der Lobby. Da wir aber schon recht gut wussten, wie wir unsere wenigen Urlaubstage, denn am 08. würden wir schon wieder abreisen, gestalten wollten, war es nur ein kurzes Gespräch. Dennoch konnten wir ein paar Dinge klären, wie Busfahrten, Fährzeiten etc.
Anschließend setzten wir uns an die Poolbar im 9. Stock, tranken etwas und bewunderten die Aussicht über Sliema.
Da wir nur Übernachtung mit Frühstück gebucht hatten, zogen wir danach los, um uns etwas in Sliema umzuschauen und Wasser zu besorgen, da Keith uns darüber informiert hatte, dass sich das Leitungswasser nicht als Trinkwasser einigt. Dabei entdeckten wir, dass Sliema viele kleine Tante-Emma-Läden hat. Da die Häuser z.T. sehr schmal sind, sind natürlich auch die Läden entsprechend klein, bieten aber meistens einen ausreichenden Querschnitt aus einem großen Supermarkt.
Zurück im Hotel zogen wir Tripadvisor zu Rat und entschlossen uns, im Fresco’s zu Abend zu essen. Da an diesem Abend aber das Viertelfinalspiel Deutschlands war, waren wir gegen kurz nach acht schon wieder im Hotel, wo in der Hotelbar das Spiel übertragen wurde. Wir hatten somit gute Plätze und konnten das Spiel ungestört gucken.
Danach war der erste Tag auf Malta auch schon vorbei.
Drei Tage hatten wir rein als Erholungstage eingeplant und so haben wir uns direkt nach dem Frühstück zwei Liegen im 9. Stock gesucht und dort den Tag mit Lesen verbracht. Das Frühstück in unserem Hotel war sehr britisch geprägt. Es gab Rühreier mit Würstchen, Speck und Bohnen. Dazu eine kleine Brotauswahl, Käse und Wurst. Da wir als Deutsche aber, was diese Dinge angeht, ziemlich verwöhnt sind, hat uns das Angebot nicht vom Hocker gerissen. Da es sich beim The Victoria um ein Hotel mitten in der Stadt handelt, war der Frühstücksraum außerdem drinnen, es gab keine Sitzplätze draußen. Aufgrund des schönen Wetters wäre mir das lieber gewesen. Trotzdem war das Frühstücksangebot insgesamt ganz gut. Wir haben uns dann einfach nicht lange damit aufgehalten.
Von den Liegen im 9. Stock aus hat man eine tolle Aussicht über die Stadt. Es war wirklich mal was Anderes, über eine Stadt zu schauen statt aufs Meer oder auf den Pool. Da Malta recht klein ist und Sliema in der Nähe der Hauptstadt Valletta liegt, hatten wir sogar einen recht guten Blick auf Valletta und die Festungsmauern.
Insgesamt kann man das Hotel nur loben. Alles war sehr sauber, die Angestellten waren alle sehr freundlich, unser Zimmer war angenehm groß, die Klimaanlage funktioniert super. Einzig unser Bett war nicht so super, die Matratze für uns etwas zu weich und wir haben ziemlich geschwitzt. Vielleicht hätten wir die Klimaanlage auch nachts laufen lassen sollen. Trotzdem können wir es nur weiterempfehlen.
Da wir möglichst lange das warme Wetter genießen wollten, haben wir uns anhand von Tripadvisor abends Restaurants mit Plätzen draußen gesucht. Vor allem an der Promenade in Sliema gab es genügend Auswahl. Zwar sind diese Restaurants dann nicht immer die mit den Topbewertungen, aber uns war ein Platz draußen wichtig und gut war das Angebot trotzdem.
Eigentlich war es zu warm für Sightseeing, aber zwei Tage hatten wir als Ausflugstage geplant und so waren wir einen Tag in Valletta unterwegs und haben am anderen Tag Mdina / Rabat besichtigt.
Alles in allem war es ein sehr schöner Urlaub, kurz aber sehr erholsam mit Schön-Wetter-Garantie, Kultur, gutem Essen, netten Menschen und kurzen Wegen.
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