Die Hauptstadt Valletta

An unserem dritten Tag haben wir uns nach dem Frühstück nach Valletta aufgemacht. Für den Hinweg haben wir den Bus gewählt, da wir gern durch das große Stadttor gehen wollten. Die Busse können nicht in die Stadt fahren und halten somit direkt vor dem Tor. Die Festungsanlagen sind von dort aus gut zu sehen und ziemlich beeindruckend:

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Begrüßt wurden wir von der Polizeikapelle, die im Eingang des Parlaments spielte. Es standen auch einige alte Polizeiautos aus:

In Valletta ist einiges los. Die Hauptstraße führt vom Stadttor gerade aus durch zum Fort St. Elmo. Das gesamte Zentrum ist schachbrettartig aufgebaut. Man merkt auch den britischen Einfluss noch, z.B. durch rote Telefonzellen:

 

Als erstes haben wir uns die St. John Co-Kathedrale angeschaut. Da wir vorher gelesen hatten, dass kurze Hosen verboten sind und die Schultern bedeckt sein müssen, waren wir entsprechend gekleidet. Allerdings hätte es auch Tücher zum Umhängen gegeben. Von außen ist die Kathedrale recht schlicht:

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Innen ist sie allerdings sehr prächtig geschmückt und auch ungewöhnlich. Goldverzierungen dieser Art haben wir, zumindest auch in dieser Menge, noch nirgendwo gesehen. Man erhält einen Audio Guide in seiner Sprache und kann sich so auf dem Weg der Kirche über alles informieren.

Nachdem wir die Kathedrale verlassen hatten, sind wir weiter zum Großmeisterpalast gegangen. Wir hatten Glück und vor dem Haupteingang standen gerade Wachen in ihren Häuschen, so dass wir einen Wachwechsel beobachten konnten. Als wir später nochmal da waren, stand keine Wache mehr da. Eventuell findet diese Vorführung nur zu bestimmten Zeiten statt.

Der Großmeisterpalast beherbergt auch ein Museum, das wir aber nicht besucht haben.

Mittlerweile war es Mittag und wir fanden, es wäre Zeit für eine Pause. Im Café Cortina fanden wir einen Schattenplatz und bestellten ein paar Kleinigkeiten.

Ein wenig gestärkt, machten wir uns auf den Weg zur St. Paul’s Shipwreck Church. Diese steht zwischen Häusern in einer engen Straße und man kann sie nur durch den Seiteneingang erreichen. Wir fanden diese Kirche sehr beeindruckend. Eigentlich durften man innen keine Fotos machen, aber Klaus konnte unauffällig wenigstens zwei Fotos mit dem Handy machen:

Weiter ging es zum Fort St. Elmo und dann ein Stück weiter die Straße runter zum Siege Bell Monument, ein Denkmal zum 2. Weltkrieg. Hier hatte man einen wirklich tollen Ausblick auf die Three Cities, die in der Bucht gegenüber von Valletta gelegen sind:

Als nächstes kamen wir zu den Upper Barracca Gardens. Mittlerweile waren wir recht k.o., da wir seit St. Elmo hauptsächlich in der Sonne gelaufen waren, die natürlich im Juli ziemlich erbarmungslos vom Himmel brennt. Wir besorgten uns also etwas Wasser und ruhten uns einen Moment aus. Und so waren wir zufällig pünktlich zum Kanonenschuss um 16 Uhr an der Saluting Battery, die in den Upper Barracca Gardens liegt und konnten uns das Schauspiel ansehen:

Vom Garten aus kann man mit dem Fahrstuhl runter zur Anlegestelle der Fähren zu den Three Cities nehmen. In 10 Minuten waren wir von Valletta nach Birgu/Vittoriosa übergesetzt. Eigentlich wollten wir uns die St. Lawrenze Kirche anschauen, aber sie war leider geschlossen. Den Inquisitorenpalast dagegen konnten wir uns anschauen, dort ist ein Museum über die Inquisition auf Malta eingerichtet. Insgesamt ist es sehr gut gemacht, wir empfanden den Besuch als recht kurzweilig und informativ.

Ursprünglich hatten wir abends in Valletta essen wollen. Aufgrund der Hitze waren wir aber mittlerweile so verschwitzt und k.o., dass wir beschlossen, die Fähre zurück nach Valletta zu nehmen, einmal quer durch die Stadt zum anderen Hafen zu laufen, um dort mit der Fähre zurück nach Sliema zu fahren. Auf dem Weg von einer Fähre zur anderen kamen wir dann noch an der Börse und am Parlament vorbei:

Auf der Rückfahrt mit der Fähre konnte man gut sehen, dass Sliema touristisch sehr geprägt ist, da am Wasser nichts mehr von ursprünglichen Häusern zu sehen ist, im Gegensatz zu in Valletta:

Insgesamt kann man sagen, dass ein Besuch in Valletta eingeplant werden sollte. Die Stadt ist sehr interessant und aufgrund des Schachbrettmusters der Straßen findet man sich sehr einfach zurecht. Faszinierend fand ich die kleinen bis winzigen Läden, die in den schmalen Häusern untergebracht sind. Die Sehenswürdigkeiten sollte man ebenfalls nicht verpassen. Allerdings ist Sightseeing im Juli dann doch recht anstrengend und man sollte sich nicht zu viel vornehmen.

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