Seit unserer Rundreise in den USA 2015 lassen wir uns immer von Tripadvisor beraten, was Restaurants betrifft und sind damit meistens sehr gut gefahren. So haben wir auch hier jeden Nachmittag geschaut, was es in Sliema so gibt und wo wir hinwollen. Dieses Mal haben wir dabei vor allem darauf geachtet, dass es Plätze draußen gibt, was gerade bei kleinen Familien-geführten Restaurants nicht unbedingt der Fall ist. Vermutlich haben wir dadurch nicht typisch maltesisch gegessen. Gut gegessen haben wir aber jeden Abend, vor allem aber gut gesessen. Oft waren Tische reserviert, sodass wir nicht immer direkt am Wasser gesessen haben, aber wir konnten trotzdem immer gut aufs Meer schauen.
Die maltesische Küche ist natürlich mediterran beeinflusst. Die Karte war in fast allen Restaurants sehr ähnlich, es gibt Pasta, Pizza, Fisch, Fleisch und – interessanterweise – fast überall auch Burger. Wir haben eigentlich jeden Abend Pizza und Pasta gegessen. Dadurch, dass das Meer vor der Tür liegt, gibt es überall ein großes Angebot an Fisch und Meeresfrüchten. Da englisch zweite Amtssprache auf Malta ist, sind die Speisekarten alle auf Englisch und auch alle Kellner sprechen englisch, was die Verständigung natürlich einfacher macht. Erstaunt hat mich, dass eigentlich jedes Restaurant glutenfreie Speisen ausweist bzw. anbietet z.B. Pastagerichte glutenfrei zubereiten zu können. Warum das so ist, habe ich nicht herausgefunden.
Der Service war gewohnt südländisch, also eher gemütlich. Andererseits waren die Kellner allesamt sehr freundlich, was ich im Grunde wichtiger finde als Geschwindigkeit.
Besonders herausheben möchte ich ein Restaurant, das Barracuda, das eigentlich schon außerhalb von Sliema liegt. Wenn man die Promenade Richtung St. Julian läuft, findet man das Restaurant in einer Kurve direkt am Wasser. Das Barracuda liegt quasi im Erdgeschoss, darunter gibt es ein weiteres Restaurant, durch einen separaten Eingang. Wir hatten das Glück trotz fehlender Reservierung einen Tisch in einer Art Wintergarten zu bekommen. Zwar saßen wir in zweiter Reihe zum geöffneten Fenster, trotzdem hatten wir einen tollen Blick über die Bucht:
Dieses Restaurant gehört zur gehoben Klasse mit Stoffservietten, die der Keller einem über die Beine legt, Weinkühlern, etc. Die Kellner waren allesamt sehr freundlich und der Service war schnell. Das Essen war vorzüglich, der Wein sehr lecker und auch der Nachtisch war hervorragend. Für einen besonderen Abend oder einfach, weil man sich etwas gönnen möchte, ist dieses Restaurant sehr zu empfehlen.
Auch sehr gut gegessen und gesessen haben wir im It-Torri. Man sitzt rund um einen alten Wachturm und wir hatten Glück, dass wir einen Tisch bekommen hatten, der nicht hinter einer Glasscheibe lag. Diese ist vermutlich zum Schutz vor Wind angebracht worden, behindert aber etwas die Sicht aufs Meer. Auch hier haben wir wieder Pizza und Pasta mit Meeresfrüchten gegessen, beides sehr lecker.

Klaus hat die Woche über die verschiedenen Biere getestet und befand das lokale Cisk (Tschisk gesprochen) für gut trinkbar. Ich habe mich immer für Wein entschieden, bevorzugt maltesischen. Zwar wird kein Wein auf Malta angebaut, aber sie importieren Trauben und keltern dann selber Wein. Ich fand alle, die ich probiert habe, durchaus lecker.
Üblicherweise haben wir für zwei Hauptgerichte, Getränke und Nachtisch zwischen 32€ und 42€ gezahlt. Im Barracuda lagen wir bei knapp 60€. Da wir die Preise im Rhein-Main-Gebiet gewöhnt sind, empfanden wir die in Malta insgesamt als angebracht bis eher günstig.