Nachdem wir uns von unserem Ausflug nach Valletta erholt hatten, fuhren wir am nächsten Tag mit dem Bus nach Mdina bzw. Rabat. Die Fahrt dauert von Sliema ca. eine Stunde und 20 Minuten. Die direkten Busse fuhren während unseres Aufenthaltes nur einmal pro Stunde. Alternativ kann man erst nach Valletta fahren und dann von dort aus weiter. Wir hatten aber Glück und der direkte Bus hatte Verspätung, sodass wir ihn noch erwischten.
Gegen 11:45 Uhr kamen wir an der Endhaltestelle zwischen Mdina und Rabat an und wollten uns als erstes die St. Paul’s Church in Rabat angucken, da diese laut unserem Reiseführer nur bis 12 Uhr auf hat und dann erst wieder um 13 Uhr öffnet. Leider war sie an diesem Tag bis 17 Uhr geschlossen. Wir vermuten, dass am Wochenende Feierlichkeiten dort stattgefunden hatten, da gerade Dekorationen abgenommen wurden:
Laut unserem Reiseführer sollte die St. Peter and Paul Cathedral in Mdina von 11.45 Uhr bis 14 Uhr geschlossen sein. Da wir aber gerade festgestellt hatten, dass die Öffnungszeiten nicht immer passten, beschlossen wir, es einfach zu versuchen. Über die Bushaltestellen läuft man zum Main Gate nach Mdina rein und von dort nur ein paar Mal um die Ecke zur Kathedrale. Mdina fällt vor allem durch die hellen Häuser und schmalen Gassen auf:
Wir hatten Glück, die Kathedrale war geöffnet. Die Bekleidungsvorschriften sind dieselben wie in der Kathedrale in Valletta, aber es gibt auch hier wieder Tücher zum Umhängen. Auch diese Kathedrale ist von außen schlicht, aber innen umso reicher verziert. Sie hat uns sehr beeindruckt und insgesamt besser gefallen, als die Kathedrale in Valletta. Einen Audio Guide gibt es hier nicht, dafür herrschte hier mehr Ruhe, da weniger Besucher dort waren:
Ein Stück weiter die Hauptstraße entlang kamen wir zur Barockkirche Our Lady of Mount Carmel, die wir gar nicht auf unserer Liste hatten. Auch diese Kirche fanden wir sehenswert, wenn sie auch nicht so reich geschmückt ist wie die Kathedrale:
Am Ende der Hauptstraße kommt man zum Bastion Square, das einen wahnsinnig tollen Ausblick über die Insel bietet:
Ich fand, dass Mdina seinem Ruf als „stille Stadt“ alle Ehre macht. Wenn man sich für Kirchen interessiert, wie wir, lohnt sich die Fahrt auf jeden Fall. Auch der Blick über die Insel ist einmalig. Man darf aber keine ähnlich quirlige Stadt erwarten wie Valletta.