Ganz zu Anfang hatten wir mal überlegt, ein Auto zu mieten und damit nach Valletta bzw. Mdina / Rabat zu fahren. Das haben wir aber schnell verworfen. Auf Malta herrscht Linksverkehr, wie in England. Ansonsten fahren die Malteser wie alle Südeuropäer, schnell, hupend, Verkehrszeichen mehr als Empfehlung denn als Vorschrift sehend. Zebrastreifen gibt es immer mal wieder, aber diese sollte man auch nur mit Vorsicht überqueren und erst, wenn die Autos wirklich gehalten haben. Außerdem hat Malta ein gut ausgebautes Busnetz, so dass man als Tourist kein Auto braucht.
Die Busfahrt nach Valletta war schnell und unkompliziert. Jede Fahrt auf Malta kostet pro Person 2€. Die Busse sind klimatisiert, was bei den Temperaturen auch ganz angenehm war.
Die Fahrt nach Mdina / Rabat wäre mit dem Auto sicher schneller gewesen. Von der Entfernung her hätte man wohl nur 15 Minuten gebraucht, statt wie mit dem Bus über eine Stunde. Trotzdem habe ich die Fahrt als sehr interessant empfunden. Man bekommt einen Eindruck von Malta. Insgesamt ähnelt sich das Stadtbild überall auf Malta, klar die Insel ist ja recht klein. Vor allem sind mir hier die Erker an den Häusern aufgefallen, die oft in kräftigen Farben angemalt sind:

Das Bild zieht sich über die ganze Insel. In Valletta sind mir vor allem die schmalen Häuser und damit auch schmalen Läden aufgefallen. Bei unserer Fahrt nach Mdina / Rabat stellte ich dann fest, dass die Häuser im Landesinneren breiter und größer werden.
Sliema ist nur an der Promenade sehr belebt. Da ist abends einiges los, es gibt viele Restaurants, junge Leute sitzen auch schon mal auf den Felsen am Meer. Sobald man die Promenade aber verlässt, ist es ruhig. Für uns war das ein Grund, Sliema zu buchen. Auf der Busfahrt sind wir auch durch St. Julian gekommen. Hier ist deutlich mehr los. Es gibt mehr Restaurants und Bars an der Promenade und wenn man weiter in die Stadt kommt, sind hier viele Geschäfte.
In beiden Städten wurden große Hotels entlang der Promenade hochgezogen. Ein ursprüngliches Bild wie in Valletta sucht man hier vergebens. Gut gefallen hat es uns in Sliema trotzdem. Sollten wir wieder mal nach Malta fahren, könnten wir uns vorstellen, wieder in Sliema zu wohnen.