Meistens führten uns unsere Trips in deutsche Städte. Außerhalb von Deutschland haben wir bisher Amsterdam und Wien besucht. Nun kam Zürich dazu. Wir buchten das Stadt-Wochenendpaket im Fleming’s, in dem auch die ZürichCARD inbegriffen ist. Mit dieser kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Von Frankfurt aus fährt man bequem mit dem Zug in knapp 4 Stunden nach Zürich. Vom Hauptbahnhof aus nahmen wir ein Taxi zu unserem Hotel. Das Fleming’s kennen wir schon aus München und es hat uns wieder gut gefallen. Ein modernes Hotel, Zimmer angenehm groß, gut gelegen, d.h. fußläufig ca. 10 Minuten bis zur Innenstadt.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, stöberten wir kurz im Tripadvisor und suchten uns den Zeughauskeller als Restaurant für das Abendessen aus. Zu Fuß waren wir flott dort und bekamen einen ersten Eindruck der Stadt. Es war Freitagabend und da es für Ende September noch ziemlich warm war, war unheimlich viel los auf den Straßen. Da auch wir die Temperaturen ausnutzen wollten, aßen wir draußen. Der Zeughauskeller ist ein ehemaliges Waffenlager, heute ein rustikales Restaurant mit typischen Speisen. Wir wählten beide Bratwurst mit Kartoffelsalat und Bier bzw. Radler (Panaché) dazu. Es hat uns sehr gut geschmeckt, der Kellner war sehr freundlich und so war es ein guter Start in unser Wochenende.
Vom Wetter her sollte der Samstag der schönste Tag werden, also entschieden wir uns, an diesem Tag eine Rundfahrt auf dem Zürichsee zu machen. Zunächst fuhren wir aber mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof und stiegen dort in eins der Limmatboote Richtung See. Die Limmat fließt durch Zürich und es gibt drei dieser flachen Boote, die dort pendeln und auch in der ZürichCARD inbegriffen sind.
Wir fuhren bis zum Bürkliplatz und stiegen dort in eins der Ausflugsschiffe. Wir entschieden uns für die kleine Rundfahrt, die auch in unserer ZürichCARD enthalten war und ca. 90 Minuten dauert. Diese Rundfahrt lohnt sich sehr, da man einen tollen Eindruck von Zürich bekommt:
Anschließend fuhren wir mit der Uetlibergbahn auf den Uetliberg, auf dem der „schönste Aussichtsturm der Schweiz“ steht. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick auf Zürich. Wenn das Wetter richtig gut ist, kann man wohl bis zu den Alpen gucken. Das konnten wir zwar nicht, aber gelohnt hat sich der Aufstieg und die 2€ bzw. Franken, die man zahlt, auf jeden Fall:
Auf der Terrasse stärkten wir uns, bevor wir mit der Bahn wieder zurückfuhren. Für abends hatten wir uns das in Tripadvisor auf erstem Platz gelistete Restaurant entschieden, das La Fonte. Dieses liegt etwas außerhalb, man fährt ca. 25 Minuten mit der Straßenbahn hin. Leider hatten sie keinen Tisch mehr für uns frei und so fuhren wir wieder zurück. Wir stiegen an der Haltestelle Central aus, in der Hoffnung, dort eine Alternative zu finden. Der Name der Haltestelle ist allerdings etwas irreführend, denn sie liegt nicht wirklich in der Innenstadt. Und so stiegen wir wieder in die Straßenbahn und fuhren diesmal zum Paradeplatz. Hier finden sich tatsächlich viele Restaurants, allerdings war es überall ziemlich voll. Schlussendlich landeten wir im Restaurant Zum Kropf. Auch dieses ist, wie der Zeughauskeller, gut bürgerlich mit entsprechenden Gerichten, die uns sehr gut schmeckten.
Am nächsten Tag, Sonntag, wollten wir die Kirchen auf unserer Liste besichtigen. Wie erwartet war überall Gottesdienst. Die erste Kirche, die wieder zur Besichtigung öffnete, war St. Peter. Besonders sehenswert ist hier die Turmuhr, die mit 8.64m Durchmesser die größte Europas ist. Der Minutenzeiger legt 45cm pro Minute zurück. Innen ist die Kirche eher schlicht gehalten.
Um die Zeit, bis die anderen Kirchen zur Besichtigung öffneten, zu überbrücken, ließen wir uns etwas durch die Stadt treiben und zu unserer Freude hörte es auf zu regnen und die Sonne kam raus.
Eins unserer Ziele war der Lindenhof. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf Zürich.
Ebenfalls einen tollen Blick auf Zürich hat man vom Turm des Großmünsters aus. In der Kirche selbst ist fotografieren verboten, sodass wir nur unauffällig drei Handyfotos gemacht haben.
Direkt gegenüber des Großmünsters, auf der anderen Seite der Limmat, liegt das Fraumünster mit den berühmten Chagall Fenstern. Hier haben wir uns etwas veräppelt gefühlt, denn wir zahlten pro Person zwei Franken Eintritt und bekamen zwei Faltblätter ausgehändigt. Auf diesen stand dann, dass der Eintritt kostenfrei ist und eben diese Faltblätter zwei Franken kosten. Hätte man uns das vorhergesagt, hätten wir nur ein Faltblatt genommen, wenn überhaupt. Auch hier ist fotografieren wieder verboten, was wir nicht wirklich verstehen konnten. Da wir, in unseren Augen unnötigerweise, vier Franken gezahlt hatten, beschlossen wir, dass ein paar Fotos drin sein müssten, natürlich ohne Blitz.
Anschließend stiegen wir wieder in ein Limmatboot und fuhren bis zum Hafen Enge. Dort liegt das Restaurant Quai 61, wo wir eine Pause einlegten. Man hat hier einen schönen Blick auf den See.
Für diesen Abend hatten wir einen Tisch im La Fonte reserviert. Klaus aß Pizza, ich hatte mich für Nudeln entschieden. Es war beides sehr lecker. Ob es die beste Pizza in Zürich ist, wie behauptet, können wir nicht beurteilen, da wir sonst nirgendwo Pizza gegessen haben. Trotzdem hat sich der Weg dorthin gelohnt.
Da es noch nicht so spät war, fuhren wir wieder zum Paradeplatz und setzen uns in den Zeughauskeller für ein Glas Wein bzw. Bier und ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Unser Zug nach Hause ging am nächsten Tag um 14 Uhr und so nutzten wir die Zeit bis dahin für einen Besuch der Augustinerkirche, die am Tag zuvor geschlossen war.
Da das Wetter ziemlich gut war, setzten wir uns einfach an den Zürichsee und genossen die Umgebung und die Sonne.
Insgesamt hat uns Zürich sehr gut gefallen. Man merkt, dass es eine der lebenswertesten Städte der Welt ist. Man hat den See, die Berge im Hintergrund, die Stadt ist sehr sauber und alle, denen wir begegnet sind, Kellner, Hotelangestellte etc., waren sehr nett. Man muss sich bewusst sein, dass Zürich teuer ist. Wir haben für ein Bier und einen Capuccino 15 Franken gezahlt, das sind aktuell knapp 14€. Trotzdem, uns war es das wert. Man sollte diese Stadt gesehen und erlebt haben.