Wir suchten ein Ziel, wo es im November schön warm ist, um der Kälte etwas zu entfliehen. Klaus war schon ein paar Mal in den Vereinigten Arabischen Emiraten und wollte mir die Region gern zeigen. Also wurde Silke zu Rate gezogen und schlussendlich fiel unsere Wahl auf das Emirat Ras‘ Al Khaimah und das Cove Rotana Resort. Sonntagabend ging es mit dem A380 der Airline Emirates los von Frankfurt nach Dubai. Aufgrund der Zeitumstellung landeten wir frühmorgens und waren nach dem Transfer gegen 8.30 Uhr im Hotel. Zum Glück konnten wir unser Zimmer bereits beziehen und frühstücken gehen.
Nach einem Mittagsschlaf zogen wir los, um das Hotel zu erkunden. Es ist eine weitläufige 5-Sterne Anlage mit Bungalows. Wir hatten eins von drei Zimmern in einem recht zentral gelegenen Haus. Das Hotel hat zwei Pools, einen privaten Strand, ein Hauptrestaurant, ein mediterranes Restaurant, eine Poolbar und eine Bar an der Lobby mit Terrasse. Man kann sich Golfcarts bestellen, mit denen man sich dann von A nach B bringen lassen kann. Wir haben das nur einmal genutzt, als eines zufällig an uns vorbeifuhr, als wir auf dem Weg zum Strand waren. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt.
Wir hatten all inclusive gebucht und konnten so Frühstück, Mittagessen und Abendessen im Hauptrestaurant einnehmen sowie mittags in der Strandbar essen. Des Weiteren waren einige Getränke in der Breezer Bar an der Lobby inklusive. Das Essen war überall absolut spitze. Im Hauptrestaurant gab es alles als Büfett, an der Strandbar haben wir a la Carte gegessen.
Zum Frühstück konnte man sich Omelette mit verschiedenen Zutaten braten lassen, es gab frische Waffeln, Obst, aber auch Brot, Brötchen, Wurst und Käse. Das Angebot ließ keine Wünsche offen.

Abends waren wir immer im Hauptrestaurant, wo es ein großes Büfett mit viel Auswahl gab. Zu meiner Freude gab es auch immer richtig traditionelle arabische Gerichte, sodass wir auch diese probieren konnten.
In den arabischen Ländern ist der Freitag, das was für uns der Sonntag ist. Klaus‘ Kollege Dirk war bereits im Jahr zuvor in diesem Hotel gewesen und hatte uns das Mittagessen am Freitag im Hauptrestaurant sehr ans Herz gelegt. Er hat nicht zu viel versprochen. Das Büfett war überwältigend mit Sushi, Tacos, Eis, frisch gepresstem Obstsaft etc. Auch abends gab es nochmal so ein großes Büfett und das Dessert war sogar mit Gold verziert:
Zu trinken gab es standardmäßig eine Flasche Wasser für jeden Tisch. Wir haben dazu meistens Wein oder Bier getrunken. Hier gab es nicht die große Auswahl, aber es war okay.
Ein bisschen schade war, dass es nur eine begrenzte Anzahl an Tischen draußen gab. Aber das Hotel hat das Problem clever gelöst. Eine Angestellte stand bereit, der man seine Zimmernummer nennen musste. So musste man erstens kein Bändchen tragen, da die Angestellten Listen hatten, wer welche Verpflegung gebucht hatte und zweitens konnte man jetzt angeben, dass man gern draußen sitzen möchte. Man kam auf eine Warteliste und nahm auf Sofas im Eingangsbereich des Restaurants Platz bis ein Tisch frei war. Wir haben meistens nicht lang gewartet und konnten so immer draußen essen.
In der Breezer Bar gab es dasselbe Problem, aber leider keine so schlaue Lösung. Wenn kein Tisch frei war, haben wir eine Weile gewartet, bis jemand gegangen ist. Hier auf der Terrasse haben wir dann mit Whiskey Sour den Tag ausklingen lassen. An einem Abend haben wir uns eine Shisha bestellt, die natürlich extra kostet, aber für uns zu einem Urlaub in Arabien dazu gehört. Es gab extra einen Angestellten, der sich um die Shishas gekümmert hat.

Das Restaurant bzw. die Bar scheinen auch in der Gegend bekannt und beliebt zu sein. Abends waren oft Einheimische dort. Wir haben das als gutes Zeichen interpretiert.
Außer an zwei Tagen waren wir immer am Strand. Dort standen Liegen bereit, die auch nicht reserviert werden mussten. Wir haben problemlos immer zwei gefunden mit Schirm dazu und konnten den ganzen Tag den Ausblick aufs Meer genießen:

Die Angestellten waren alle sehr höflich und zuvorkommend. Man muss allerdings, vor allem als Frau, bedenken, dass das Höflichkeitsverständnis in arabischen Ländern anders als in Europa ist. Mir ist relativ schnell aufgefallen, dass im Grunde immer Klaus nach unseren Getränkewünschen gefragt wurde, sowohl beim Frühstück als auch beim Abendessen. Am Anfang kam ich mir ignoriert vor, aber dann habe ich mir gedacht, dass es dort vermutlich üblich ist, eine Frau, die offensichtlich zu einem Mann gehört, nicht anzusprechen. Damit soll wahrscheinlich Ärger vermieden werden. Wenn ich alleine aufgetreten bin, wurde ich genauso höflich und zuvorkommend wie Klaus behandelt. Von daher habe ich mich dort sehr wohl gefühlt.
Zwei Ausflüge hatten wir geplant, Abu Dhabi und Dubai. Hierzu wird es einen separaten Bericht geben.
Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich in diesem Urlaub rundum wohl gefühlt habe. Alle Araber, denen wir begegnet sind, waren sehr höflich und zuvorkommend. Es ist überall sehr sauber und aufgeräumt, man merkt, dass es dem Großteil der Menschen dort gut geht. Für mich war es selbstverständlich, meine Kleidung den Gepflogenheiten vor Ort anzupassen. D.h. ich habe bei unseren Ausflügen lange Röcke getragen und Oberteile, die meine Schultern bedeckten und nicht ausgeschnitten waren. Pflicht ist das natürlich nicht und innerhalb von unserem Hotel habe ich auch kurze Hosen und Bikini getragen. Genauso fand ich es selbstverständlich in der Moschee ein Kopftuch aufzuziehen. In katholischen Kirchen muss man auch oft seine Schultern bedecken und lange Hosen tragen.
Mir hat es in den vereinigten Arabischen Emiraten sehr gut gefallen und wir werden sicher wieder dorthin fliegen.