Als wir letztes Jahr überlegten, wo wir nochmal die Wärme genießen könnten, bevor der Winter kommt, haben wir auch Angebote für den Oman bekommen. Somit stand dieses Jahr schon früh fest, wohin die Reise im November gehen sollte. Mitte November ging es also Sonntagabend los mit Oman Air. Durch die Zeitumstellung, der Oman ist drei Stunden voraus, waren wir Montag ziemlich früh in der Hauptstadt Muscat. Von dort flogen wir nochmal zwei Stunden weiter nach Salalah, das im Süden liegt. Da es vom Flughafen nur noch ca. 20 Minuten Transfer waren, kamen wir gegen 11.00 Uhr im Hotel an. Wir konnten direkt unser Zimmer beziehen und bekamen sogar ein Upgrade von Gartenblick auf Meerblick. Das Zimmer gefiel uns sehr gut, angenehme Größe, gutes Bett, einigermaßen großes Bad, was braucht man mehr?!
Wir packten aus und gingen zum Mittagessen ins Hauptrestaurant. Anschließend legten wir uns etwas hin, da zumindest ich auf dem Nachtflug eigentlich gar nicht geschlafen hatte. Etwas ausgeruhter erkundeten wir danach das Hotel. Es ist eine schöne Anlage mit Strandabschnitt (wobei dieser öffentlich ist) und Poolbereich, der als Garten angelegt ist. Es gibt ein Haupthaus mit 5 Stockwerken und mehreren zweistöckigen Anbauten. In einem der Anbauten direkt neben dem Haupthaus ist im ersten Stock das Hauptrestaurant untergebracht. Hier haben wir alle drei Mahlzeiten in Büffetform eingenommen. Außerdem gibt es eine Poolbar, zu der man sogar schwimmen kann. Hier kann man sich alle Getränke aus dem all inclusive Paket holen. Des Weiteren gibt es ein Strandrestaurant, das aber nicht im all inclusive Paket enthalten ist. Direkt angeschlossen ist ein Golfplatz sowie eine Driving Range.
Nachts wurde das Hotel schön beleuchtet.
Das Essen war immer sehr gut bis hervorragend. Es kam uns deutlich arabischer vor als letztes Jahr, weniger international. Uns hat das gut gefallen, vor allem, weil es einfach immer lecker war. Allerdings hätte man es als Vegetarier etwas schwer, da es nicht jeden Tag vegetarische Hauptgerichte gab.
Alle Angestellten des Hotels, von Rezeption über Reinigungspersonal bis Kellner im Restaurant und an der Bar waren sehr freundlich und zuvorkommend.
Leider gab es aber ein paar Punkte, die uns nicht so gut gefallen haben, sodass wir das Hotel nicht uneingeschränkt weiterempfehlen können.
Zum einen gibt es nicht genug Sonnenschirme. Für ca. 50% der Liegen im Poolbereich gibt es keinen Schirm. Das führt dazu, dass einige Leute Liegen reservieren. Wir hatten immer Glück, haben aber wirklich an mehreren Tagen die allerletzten Liegen mit Schirm bekommen. Am Strand gibt es nur feste Schirme, außerdem waren diese fast immer vollkommen belegt. Dazu kommt, dass ständig Leute da sind, die gar nicht im Hotel übernachten. Mehrfach haben wir Gruppen gesehen, die nur einen Tag da waren. An unserem letzten Tag waren zwei Gruppen von Kreuzfahrten da. Die wurden wohl morgens früh gebracht, so dass schon alle Liegen am Strand belegt waren, als wir gegen viertel vor zehn kamen. Um viertel nach 11 sind alle gegangen, um 12 Uhr kam aber die nächste Gruppe von ca. 30 Leuten, die wieder alles belegt haben.
Der andere Punkt, der uns nicht gut gefallen hat, ist, dass es keine Bar mit Plätzen draußen gibt. Es gibt eine Bar neben dem Hauptrestaurant. Somit bleiben fast alle, die einen der wenigen Tische draußen für das Abendessen ergattert haben, einfach sitzen und lassen sich etwas aus der Bar bringen. Das bedeutete für uns, dass wir immer spätestens um 18.30 Uhr zum Beginn des Abendessens dort sein mussten, um noch einen Platz draußen zu kriegen. Nach dem Essen haben wir uns dann noch ein Getränk aus der Bar geholt und sind einfach sitzen geblieben. Wir hätten den Platz freigemacht, wenn wir eine Alternative gehabt hätten. So mussten alle, die später kamen, drinnen sitzen.
Trotzdem haben wir uns im Hotel sehr wohl gefühlt und haben den Großteil des Urlaubs lesend am Pool verbracht.
Am 18.11. ist der Geburtstag des Sultans und somit Nationalfeiertag. In unserem Hotel wurde für die Hotelgäste am Nachmittag eine Zeremonie mit Kuchenanschneiden veranstaltet. Als Erstes kam eine Gruppe von Jungen und Männern mit Trommeln, die einheimische Lieder sangen und tanzten. Dann hielt der Hotel Direktor eine kurze Rede und schnitt anschließend mit Hotelgästen einen großen Kuchen an. Es war schön, mitzuerleben, wie sehr der Sultan verehrt und damit der Nationalfeiertag ernst genommen wird.
Einen halbtägigen Ausflug haben wir gemacht über die Reiseorganisation vor Ort, die FTI vertreten hat. Wir sind um 9 Uhr abgeholt worden und als erstes zur Moschee in Salalah gefahren. Unser Führer war ein junger Ägypter, der sehr gut deutsch sprach. Er hat uns in der Moschee viel erklärt, vor allem auch zum Islam. Das war super interessant.
Dann sind wir weiter zum sogenannten Sommerpalast des Sultans gefahren. Besichtigen kann man diesen natürlich nicht, sodass wir nur kurz anhielten.
Anschließend fuhren wir zum Weihrauchmuseum. Die Gegend um Salalah ist berühmt für seinen Weihrauch und es war sehr interessant zu erfahren, was für unterschiedliche Sorten es gibt und wie der Weihrauch gewonnen wird. Außerdem lernt man im Museum noch einiges über die Geschichte des Landes. Man durfte im Museum leider nicht fotografieren.
Danach fuhren wir zum Weihrauch Souk (Markt). Hier hatten wir eine Stunde Freizeit und kauften ein paar Souvenirs. Gegen 13.30 Uhr waren wir wieder im Hotel. Es hat alles gut geklappt und der Führer war wirklich super. Der Ausflug hat sich für uns gelohnt.
Es war wieder mal ein herrlicher Urlaub, den wir dank der guten Beratung unserer Silke verbringen durften. Wir fühlen uns in den arabischen Ländern sehr wohl und man hat tatsächlich eine Schönwettergarantie. In der Gegend um Salalah gibt es noch die Besonderheit eines Monsuns, Regenzeit, der über die Sommermonate andauert. Somit gibt es in dieser Gegend tatsächlich Grünflächen, die natürlich sind, Palmen etc. Man merkt zwar, dass man in Arabien ist, aber es ist dann doch ein Unterschied zu den Wüstengegenden um Dubai und Abu Dhabi. Uns hat es gefallen und wir werden wahrscheinlich in einigen Jahren nochmal in den Oman reisen, dann nach Muscat, um die Hauptstadt auch noch kennen zu lernen.
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