Burgen und Wichtel

Unsere zweite Wanderung führte uns zu den drei Burgen von Königstein, Kronberg und Falkenstein. Es gibt einen ausgewiesenen Wanderweg, den man an diesen Schildern erkennt:

Da es unsere zweite Wanderung war, war uns nicht klar, dass man die GPX-Daten der Tour aus dem Internet in die App Komoot laden kann. Klaus hat die Wanderung also selbst in Komoot geplant und als Ziele die drei Burgen eingegeben. Wir sind also nicht den Originalweg gelaufen, was wir aber unbedingt nochmal nachholen wollen. Gestartet sind wir in Kronberg, wo wir im Wohngebiet geparkt haben. Da wir hinter der Burg gestartet sind, sind wir erst mal weitergelaufen, anstatt uns die Burg anzusehen. Eigentlich wollten wir den öffentlichen Weg durch den Opel Zoo, den Philosophen-Weg, nehmen, dieser war aber gesperrt:

Weiter ging es durch Feld und Wald, bis wir plötzlich an der Landstraße B455 standen. An dieser entlang ging es nach Königstein hinein.

Die Burg, genauer gesagt Burgruine, liegt direkt am Stadtrand, natürlich auf einem Berg mit Wald drumherum. Die ältesten Teile der Burg stammen aus der ersten Hälfte es 12. Jahrhunderts. Wie so oft wurde auch diese Burg im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgestaltet und ausgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie durch die Franzosen zerstört. Von der Burgruine aus hat man einen schönen Blick über Rhein-Main-Ebene und die Taunuswälder. Da die Burg geschlossen war, mussten wir weiterziehen und auf den nächsten Aussichtspunkt warten, der Dettweiler Tempel.

Der Weg führte uns weiter durch den Wald zur Burg Falkenstein. Auch diese Burg ist eine Ruine. Sie wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut, wechselte öfter die Besitzer und verlor am Ende des dreißigjährigen Krieges an Bedeutung und verfiel.

Das Finale bildete die Burg Kronberg. Sie stammt ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert, zumindest die Oberburg, von der nur noch eine Ruine übrig ist. Aber es gibt einen 44m hohen Turm, von dem aus man einen tollen Blick über die Stadt hat. Die Mittelburg stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Die Wanderung hat uns viel Spaß gemacht. Sie ist sehr abwechslungsreich mit Feld, Wald, Stadt, Landstraße, Ausblicken, Sehenswürdigkeiten. Insgesamt sind wir 11,1km gelaufen und haben knapp 300 Höhenmeter überwunden, wofür wir 3:17h gebraucht haben. Wir freuen uns schon darauf, sie nochmal zu laufen, dann den Originalweg.

Unsere dritte Wanderung führte uns nach Schmitten und war begleitet von Wichteln, der Taunuswichtelweg. Hier hatten wir die GPX-Datei in Komoot geladen, allerdings hatte Klaus Komoot erlaubt, die Tour zu optimieren, so dass wir wieder nicht den Originalweg gelaufen sind. Aber diesmal war der Unterschied nicht so groß, wie beim 3-Burgenweg. Wir konnten uns an diesen Schildern orientieren:

Dieser Weg führt hauptsächlich durch den Wald, einmal um Schmitten herum.

Am Wegesrand stehen geschnitzte Wichtel, ein Kunstprojekt. Ich musste jedes Mal sehr lachen, als wieder ein Wichtel in Sicht kam. Mit vielen haben wir lustige Selfies gemacht.

Einmal mussten wir einen langen Aufstieg bewältigen, belohnt wurden wir mit diesem sehr lustigen Wichtel.

Toll fanden wir diesen Rahmen.

Insgesamt sind wir 11,86km gelaufen, haben 370 Höhenmeter überwunden und waren 3:35h unterwegs. Diese Wanderung hat uns sehr gut gefallen, vor allem, weil es fast ausschließlich durch den Wald ging. Dabei konnten wir fast überall nebeneinander herlaufen. Ein paar Mal kamen wir durch einen Stadtteil von Schmitten, aber immer nur kurz. Ein absolutes Highlight sind natürlich die Wichtel. Auch diese Tour wollen wir unbedingt nochmal laufen.

Ein Kommentar

  1. Für was die Pandemie doch gut ist!! So lernt ihr eure nahe Umgebung detailliert kennen. Aber paar Ausblicke blieben euch ja auch durch die Pandemie verschlossen, so dass die Wege nochmal erlaufen werden. Schön, dass es euch so viel Spaß macht! Und als Nordlicht erweitere ich meinen Heimatkundeatlas!!

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