Der Berg ruft (wieder)

Da es uns letztes Jahr in Berchtesgaden so gut gefallen hatte, den Bericht findet ihr hier, sind wir dieses Jahr wieder eine Woche dorthin gefahren.

Wir haben uns wieder ein Zimmer mit Halbpension im Hotel Edelweiß gebucht. Seit einem Jahr schwärmen wir von diesem Hotel und es hat uns auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Wir hatten wieder einen schönen Ausblick von unserem Zimmer aus.

Alle Angestellten waren wieder sehr freundlich, der Service absolut perfekt. Das Essen war genauso hervorragend wie letztes Jahr. Wir hatten wieder Halbpension gebucht und genossen jeden Abend ein sehr leckeres Mehr-Gang-Menü.

Auch das Frühstücksbüffet war wieder super. Diesmal habe ich die große Auswahl an Zutaten zum selbst zusammenstellen von Müslis genossen.

Da wir keine ganze Woche dort waren, hatten wir zwei Wandertage und drei Entspannungstage geplant. Zwei der Entspannungstage konnten wir auf der Dachterrasse verbringen. Der Ausblick auf die Stadt bzw. auf die Berge statt auf einen Pool oder das Meer war ungewohnt, aber sehr schön.

Die erste Wanderung führte uns durch die Almbachklamm und war herausfordernd. Geplant waren 9km und 350 Höhenmeter. 9km ist eine normale Wanderung für uns, aber 350hm klangen schon anstrengend. Am Ende waren es gelaufene 540hm und vor allem der steile Abstieg, der aus vielen Treppen bestand, hatte es in sich. Der Weg durch die Klamm hat lediglich 3km, ist aber mit 2 Stunden ausgewiesen. Es wird außerdem daraufhin gewiesen, dass man trittsicher und schwindelfrei sein muss. Beides trifft zu, denn der Weg ist z.T. recht schmal, an einer Seite geht es steil bergab und es kommen einem Leute entgegen. Trotzdem haben wir diesen Teil sehr genossen, denn die Klamm ist sehr schön. Unten fließt Wasser, einmal kam es auch seitlich die Felswand herunter, so dass wir unsere Hände ins Wasser halten konnten. Es ist alles grün und der Weg ist abwechslungsreich.

Am Ende führten einige Treppen bergauf, bis wir aus der Klamm herauskamen. Fälschlicherweise hatten wir die Theresienklause für einen Ort zum Einkehren gehalten. Da dies nicht der Fall war, es handelt sich um eine Staumauer, waren der Ort Ettenberg und der Mesnerwirt unser Ziel für eine Mittagspause. Hier ergatterten wir einen Schattenplatz und stärkten uns bei Wurstsalat, Essigknödel, alkoholfreiem Weizen und Almdudler.

Die Stärkung war nötig, denn der Abstieg war anstrengend. Als wir endlich unten wieder an der Hauptstraße und der Bushaltestelle Kugelmühle angekommen waren, hatten wir unseren Bus für die Rückfahrt um ein paar Minuten verpasst. Das machte uns nicht aus, denn so konnten wir ein wenig ausruhen und mit ein paar Dehnübungen dem gröbsten Muskelkater vorbeugen.

Diese Wanderung war anstrengend und wir haben unsere Muskeln am nächsten Tag gemerkt, auch wenn wir keine ungeübten Wanderer sind. Sie hat sich aber gelohnt und wir sind froh sie gemacht zu haben.

Die zweite Wanderung führte uns mit dem Bus nach Ramsau und von dort aus einmal um den Hintersee. Diese Wanderung war genau nach unserem Geschmack. Sie führte oft durch den Wald, auf breiteren Wegen, so dass wir nebeneinander herlaufen konnten. Landschaftlich war es auch sehr schön, der Hintersee hat ein tolles Panorama. Insgesamt waren es 10,5km und 275hm. Der höchste Punkt war die Magdalenenkapelle. Von dort aus hatte konnte man den Hintersee sehen. Wir waren fasziniert, welche Strecke wir zurückgelegt hatten.

Zurück in Ramsau kehrten wir beim Oberwirt ein. Hier genossen wir wieder einen leckeren Wurstsalat und erholten uns etwas von der Wanderung, die zwar nicht so anstrengend war wie die erste, aber natürlich auch kein Spaziergang. Das letzte Stück des Aufstiegs zur Magdalenenkapelle kann man auslassen, so dass die Wanderung auch für etwas weniger geübte Wanderer möglich ist.

Wir haben unseren Urlaub in Berchtesgaden wieder sehr genossen. Da wir noch nicht alles erwandert haben, werden wir definitiv wieder kommen.

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