Il Lago di Garda

Nachdem wir letztes Jahr sehr begeistert von unserer Reise mit dem Nachtzug waren, Bericht findet ihr hier, wollten wir dieses Jahr auch wieder mit dem Zug nach Italien. Nach ein bisschen Recherche wussten wir, dass der ÖBB Nachtzug auch am Gardasee hält und so stand das Ziel fest. Anfang Juni ging es also erst wieder nach München, wo wir ein leckeres Abendessen im Augustiner Brauhaus genossen.

Um 20:10 Uhr fuhr unser Nachtzug vom Münchner Hauptbahnhof ab. Da es noch etwas zu früh zum schlafen war, war unser Abteil noch ein normales Zugabteil mit Sitzen, die erst etwas später vom Zugbegleiter in Betten umgebaut wurden. Wie letztes Jahr gab es für jeden einen Piccolo, Wasserflaschen und Schlappen. Da wir diesmal nicht so aufgeregt waren, schliefen wir noch etwas entspannter.

Um 6:15 kamen wir in Peschiera del Garda an. Das Frühstück, das im Zugticket inbegriffen ist, hatten wir aufgrund der frühen Uhrzeit abgelehnt und so aßen wir etwas im Kiosk im Bahnhof.

Da wir eine Weile brauchten, um den Busfahrplan zu verstehen, waren wir schließlich zu spät und hätten länger warten müssen bis zum nächsten Bus, also nahmen wir ein Taxi. Dies brachte uns zu unserem Hotel San Marco in Cisano, Bardolino. Es ist ein 3 Sterne Hotel in zweiter Reihe vom Gardasee. Da die erste Reihe hier aus einem Park besteht, d.h. nicht bebaut ist, konnten wir den Gardasee von der Hotelterrasse aus sehen. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Alle Hotelangestellen waren sehr nett, die Zimmer sind einfach aber gut ausgestattet, alles ist sehr sauber, das Frühstück war klein aber fein und ließ keine Wünsche offen. Der Pool befindet sich in einem Garten mit vielen Liegen und Schirmen. Da die meisten nicht beweglich sind, haben wir immer unter einer großen Palme gelegen.

Der Blick auf den Gardasee mit den Alpen im Hintergrund ist hier richtig schön.

Wir hatten nur Übernachtung mit Frühstück gebucht, da wir jeden Abend woanders essen gehen wollten. Wir hatten in unmittelbarer Nähe vier schöne Restaurants, wo wir jeden Abend ein sehr schönes Abendessen genossen.

Was nicht gut klappte, war, abends am Gardasee spazieren zu gehen. Alle paar Meter liefen wir in einen Fliegenschwarm, was sehr unangenehm war. So kehrten wir meistens recht bald auf die Terrasse unseres Hotels zurück und tranken noch einen Ramazotti.

Da es ein Urlaub zum Entspannen sein sollte, machten wir nur ein paar Ausflüge in die Gegend. Der erste führte uns mit dem Bus nach Verona. In ca. einer Stunde waren wir dort und standen direkt an der Arena, an der gerade die Veranstaltungssaison vorbereitet wurde.

Wir liefen weiter zur Piazza Delle Erbe.

In der Nähe findet man in einem Innenhof Julias Balkon aus Romeo und Julia. Ich musste ziemlich lachen, denn erstens gab es den Balkon zu Shakespeares Zeiten nicht und wurde aus einem Sarkophag nachträglich dort angebracht und zweitens haben die Läden mit billigem Tourikram und die Art, mit der man durch den Innenhof geschleust wurde, die Romantik in den Hintergrund rücken lassen. Aber der Besuch gehört vermutlich zum Besuch in Verona dazu und es ist kostenfrei.

Die erste Kirche auf unserer Liste war die Chiesa S’Anastasia. Hier lösten wir ein Ticket, das wir für insgesamt vier Kirchen nutzen konnten.

Als nächstes besichtigten wir den Dom.

Vor der Mittagspause gingen wir noch in die Kirche San Zeno. Hier hat uns vor allem die ungewöhnliche Holzdecke begeistert.

Für einen kleinen Snack suchten wir uns in der Nähe ein Café und bestellten uns Foccacia mit Käse und Schinken.

Auf dem Weg zu San Zeno und wieder zurück Richtung Stadtzentrum überquerten wir den Fluss Etsch.

Bevor wir in den Bus zurück nach Cisano stiegen, besichtigten wir noch die Chiasa San Fermo. Auch hier war die Holzdecke wieder sehr auffällig.

Verona hat uns gut gefallen. Es war zwar recht voll an den zentralen Orten, aber es ist alles gut fußläufig zu erreichen und die Stadt ist wirklich sehenswert.

Unser zweiter Ausflug fand hauptsächlich auf Fähren auf dem Gardasee statt. Cisano liegt am unteren Teil des Sees und wir wollten nach Riva, das im Norden des Sees liegt. Wir stiegen in der Nähe unseres Hotels in eine Fähre und fuhren nach Garda. Hier mussten wir umsteigen und fuhren dann über mehrere Stationen bis nach Riva. Insgesamt waren wir 3 Stunden unterwegs und konnten uns so einen guten Eindruck von mehreren Städten am Gardasee und vom See selbst verschaffen. Wir haben die Fahrt sehr genossen, denn uns hat der Anblick des Sees, der in den Bergen liegt, sehr gut gefallen.

In Riva hatten wir etwas Zeit und stiegen zunächst auf den Uhrenturm am Hafen. Von hier aus hatte man einen tollen Ausblick.

Anschließend liefen wir durch die kleinen Gassen und waren immer wieder fasziniert vom Anblick der Berge im Hintergrund. Mittagspause machten wir bei einem kleinen italienischen Restaurant in einer Seitengasse.

Um 15 Uhr nahmen wir die Fähre nach Malcesine, wo wir eine Stunde später ankamen. Auch dieser Ort hat uns gut gefallen.

Nach einer kurzen Trinkpause ging es dann mit der Fähre zurück nach Cisano, wo wir gegen 19:20 Uhr wieder ankamen. Auch wenn wir die meiste Zeit dieses Ausflugs auf Fähren verbracht haben, hat es uns viel Spaß gemacht. Der Anblick der kleinen Orte, die direkt am See und gleichzeitig in den Bergen liegen hat uns begeistert.

Uns hat es am Gardasee sehr gut gefallen. Der Anblick des Sees, der in den Alpen liegt, hat uns fasziniert. Dazu die italienischen Städtchen, italienisches Essen, die Erreichbarkeit mit dem Nachtzug und die gute Anbindung mit Bussen macht es für uns optimal. Wir kommen auf jeden Fall wieder.

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