In den letzten Jahren waren wir immer eine Woche in Süddeutschland in den Bergen zum Wandern, denn wir lieben die Berge. Gleichzeitig wollte ich aber längst mal wieder in den Norden, denn mein Herz fühlt sich dort zuhause. Dieses Jahr war es endlich wieder soweit und wir konnten nicht nur eine Woche Berge, sondern auch eine Woche Norden einplanen. Unsere Wahl fiel auf Binz auf Rügen, vor allem, weil es eine ICE-Direktverbindung von Frankfurt aus gibt. Ende Juli stiegen wir morgens um 8:50 Uhr in Frankfurt in den ICE ein und um 17:20 Uhr in Binz wieder aus. Vom Bahnhof aus waren es nur ca. 20 Minuten Fußweg bis zum Hotel Am Meer & Spa, das direkt an der Strandpromenade liegt. Auch wenn wir die Zugfahrt genossen haben, wollten wir uns vor dem Abendessen noch etwas die Füße vertreten und liefen auf der Strandpromenade bis zur Seebrücke.



Das Hotel hat uns sehr gut gefallen. Es ist modern eingerichtet, liegt direkt an der Strandpromenade, nicht weit von der Seebrücke und damit dem Stadtzentrum von Binz entfernt und das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Mehrmals konnten wir draußen frühstücken. Wir hatten ein Galeriezimmer gebucht, weil das irgendwie schön klang. Allerdings stellten wir dann fest, dass es doch recht unpraktisch war. Das Bett war oben, das Bad unten, so dass man nachts immer die enge Wendeltreppe runter musste, wenn man auf Toilette gehen wollte. Im Laufe der Woche verteilten sich einige Sachen auf oben und unten, so dass man manches immer wieder suchen musste. Wir werden beim nächsten Urlaub in Binz wieder dieses Hotel buchen, aber dann ein normales Zimmer.















Wir hatten für die Woche einen Strandkorb mitgebucht, haben diesen allerdings nur 2,5 Tage genutzt. Mehr gab das Wetter nicht her. Wir haben die Zeit im Strandkorb sehr genossen und waren vor allem am Sonntag sehr dankbar für diesen festen Platz, denn es war sehr voll am Strand.
Ein Tag begann sehr verregnet. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, wollten wir mit dem Bus nach Sassnitz fahren. In Berchtesgaden können wir mit der Gästekarte die öffentlichen Busse in Berchtesgaden und im Berchtesgadener Land kostenfrei nutzen. In Binz hatten wir die Binzer Bucht Card erhalten und dachten, hier wäre es genauso. Beim Einsteigen in den Bus zeigten wir die Karte vor und erhielten die Anweisung „aussteigen, Stadtbus nehmen“. Die Karte gilt wohl nur innerhalb von Binz. Also stiegen wir wieder aus und realisierten erst nachdem der Bus weggefahren war, dass der Stadtbus nicht nach Sassnitz fährt. Eine Stunde auf den nächsten Bus nach Sassnitz zu warten war uns zu lang und so verlegten wir unseren Ausflug auf einen anderen Tag. Dann waren wir schlauer, zeigten die Binzer Bucht Card gar nicht erst vor und zahlten unsere Fahrkarte nach Sassnitz. Die Fahrt dauerte ca. 50 Minuten. Unser Ziel war der Hafen von Sassnitz. Der Weg führt ein Stück durch die Stadt und über eine Hängebrücke runter an den Hafen.


Vom Hafen aus liefen wir zur Strandpromenade und dann in die Stadt.





Zurück am Hafen hatten wir große Lust auf Fischbrötchen. Zwei kleine Kutter lagen hier, die direkt vom Kutter aus Fischbrötchen verkauften. Wir entschieden uns für den, der Sitzplätz auf dem Oberdeck hat und genossen sehr leckere, frisch gemachte Fischbrötchen.



Der Ausflug nach Sassnitz hat Spaß gemacht. Wir würden hier keinen ganzen Urlaub verbringen wollen, da wir den Eindruck hatten, dass hier abends nichts los und es insgesamt recht klein ist. Aber für einen kleinen Tagesausflug hat es uns sehr gut gefallen.
Im Norden fährt man Fahrrad und so hatte Klaus eine Fahrradtour für uns geplant. In der Annahme Rügen wäre flach, mieteten wir uns Tourenräder mit 7 Gängen. Großer Fehler. Direkt hinter Binz ging es bergauf. Unser erstes Ziel war Sellin und die Tour ging durch den Wald. Es ging immer wieder bergauf und bergab, diese Teile des Weges waren außerdem gepflastert, wir nehmen an für Panzer. Mit unseren Fahrrädern ging das nicht gut und so schoben wir im Grunde genauso viel wie wir fuhren. Klaus’ Fahrrad hatte außerdem die falsche Größe, was das Fahren zusätzlich erschwerte. In Sellin angekommen waren wir ziemlich genervt, vor allem von uns selbst und unserer Fehleinschätzung. Die dortige Seebrücke entschädigte aber etwas für die mühselige Fahrt. Von der Stadt aus führt eine Treppe zur Seebrücke runter. Man hat so einen tollen Blick auf die Seebrücke. Genauso kann man sehr schön von der Seebrücke aus zur Küste rauf gucken. Auf der Seebrücke stehen Tafeln, die die Geschichte der Seebrücke, die mehrfach durch das Wetter zerstört wurde, erzählt, was wir sehr spannend fanden.






Unsere nächste Station war das Jagdschloss Granitz. Die Fahrt führte wieder durch den Wald und als erstes landeten wir an einem Imbiss. Hier machten wir Mittagspause.
Wir wollten vor allem die Aussicht vom Turm des Jagdschlosses aus genießen. Wir kauften zwei Tickets und stellten uns an für den Aufstieg. Es gibt nur eine Wendeltreppe, die hinaufführt und so gibt es einen Einbahnstraßenregelung. Wir mussten aber nicht lange warten und durften bald rauf. Der Ausblick ist wirklich sehenswert.











Es war bereits deutlich später als wir erwartet hatten und so fuhren wir nach Hause. Im Nachhinein haben wir uns geärgert, dass wir die falschen Fahrräder gebucht haben. Wenigstens Trekkingbikes mit 21 Gängen hätten es sein sollen, vielleicht sogar E-Bikes, von denen uns viele begegnet sind. Für unseren nächsten Urlaub haben wir aber Wandern geplant, denn dafür eignen sich viele Wege auf Rügen. Trotzdem war es ein schöner Ausflug mit sehenswerten Zielen.
Wir haben unseren Urlaub in Binz sehr genossen und bereits beschlossen, dass wir nächstes Jahr wieder hinfahren werden. Die Anfahrt hat uns sehr gut gefallen, da wir gerne Bahn fahren. Die Lage unseres Hotels war super. Das Wetter war nicht immer top, aber damit haben wir gerechnet und das Beste daraus gemacht. Es war insgesamt recht voll, was vor allem abends dazu führte, dass wir etwas länger nach einem Restaurant suchen mussten, das einen Platz für uns hatte. Wir haben dann ab dem zweiten Abend bereits tagsüber ein Restaurant gesucht und entweder online oder vor Ort einen Tisch reserviert. An den Tagen im Strandkorb haben wir uns Mittags bei einem Stand in der Nähe Fischbrötchen geholt und auch unterwegs gab es meistens Fischbrötchen.














Nachdem wir eine Dokumentation über Wanderwege auf Rügen gesehen haben, haben wir außerdem beschlossen statt Fahrradhelme Wanderschuhe mitzunehmen. Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Urlaub in Binz.
Wegen meiner früheren häufigen Urlaube auf Rügen (immer in Binz), konnte ich eure Tage dort gut nacherleben.
Besonders gut hat mir gefallen, dass ihr auch im Jagdschloss Granitz auf den Turm gestiegen seid. Ich war auch oben, obwohl die Treppe eine Herausforderung war/ist.
Vielleicht komme ich nochmal dorthin.
😘🫶🙋🏻♀️
LikeLike
Als wär man selber da gewesen. Tipps für nächstes Mal: Ganz im Norden der Nationalpark mit den Kreidefelsen – man kann an einer Stelle sogar runterklettern – und Prora, den gefühlt 1 KM langen Bau der Nazis mit Wohnungen, in dem heute alle möglichen unterschiedlichen Einrichtungen sind.
LikeLike