Lucky Hand?

Glücksspiel und der Betrieb von Casinos sind in den USA verboten bis auf wenige Ausnahmen, wie die Bundesstaaten Nevada und Louisiana sowie lokale Ausnahmen wie Atlantic City in New Jersey. Auf unserem Weg von Salt Lake City nach Sacramento machten wir für eine Nacht in Reno halt, das genauso wie Las Vegas in Nevada liegt und somit einige Casinos hat. Von unserer letzten Tour, während derer wir Halt in Atlantic City gemacht hatten, wussten wir, dass man oft vergleichsweise günstig in den Casinos übernachten kann. Vermutlich rechnen die Betreiber damit, dass man dann sein Geld dort an den Spieltischen und -automaten sowie in den Restaurants lässt. Wir buchten uns ein Zimmer im Silver Legacy Resort Casino und bekamen ein schönes Zimmer mit tollem Blick auf die Stadt.

Wir liefen etwas durch das Casino, beobachten ein wenig die anderen Spieler an den Tischen und Automaten und aßen schließlich im The Brew Brothers.

Von Los Angeles aus fuhren wir nach Las Vegas. Hier waren die Zimmerpreise natürlich deutlich höher als in Reno oder damals in Atlantic City. Wir hatten in der Vorbereitung außerdem festgestellt, dass die Preise am Wochenende nochmal deutlich hochgingen. Da wir weniger Zeit in San Francisco verbracht und außerdem keinen Puffertag benötigt hatten, kamen wir an einem Donnerstag in Las Vegas an und konnten uns somit für einen recht guten Preis ein Zimmer im Signature by MGM buchen. Es handelt sich hierbei um drei Hoteltürme hinter dem berühmten MGM Grand. Unser Zimmer war eigentlich eine Suite, sehr groß, mit tollem Blick auf die Poolanlage des Hotels.

Die Wege in Las Vegas sind nicht zu unterschätzen, allein von unserem Wohnturm durch das Casino auf den Strip liefen wir bereits 30 Minuten. Vermutlich geht es etwas schneller, wenn man sich von den Spieltischen und -automaten nicht ablenken lässt. Außerdem haben die Casinobetreiber natürlich kein Interesse daran, dass man einfach aus dem Casino herausfindet und somit steht nirgendwo dran „hier geht es zum Strip“.

Das MGM Grand befindet sich ziemlich an einem Ende des Strips. Nachdem wir den Weg hinaus gefunden hatten, wollten wir ans andere Ende laufen, um die vielen berühmten Casinos zu sehen.

Gegenüber vom MGM Grand ist das New York New York.

Neben dem MGM Grand ist das Hakkasan.

Wir liefen weiter über den Strip. Über die Straßen führen oft Brücken für Fußgänger.

Am Bellagio kamen wir kurz vor Beginn der Wasserfontainenshow an. Diese dauerte allerdings nur drei Minuten, und auch wenn sie schön war und passend zur Musik, wenn man die Show am Burj Khalifa in Dubai kennt, ist man wenig beeindruckt. Wir haben uns trotzdem gefreut, dass wir sie gesehen haben.

Vor dem Bellagio ging es nicht weiter, da hier eine Tribüne aufgebaut war. Also gingen wir durch das Bellagio, wobei wir uns fast verliefen und etwas brauchten, bis wir den Ausgang wieder fanden.

Unsere letzte Station waren The Venetian und Paris.

Auf dem Weg zurück erhaschten wir durch den Bauzaun noch einen Blick auf das Mirage.

Als wir wieder in unserem Zimmer angekommen waren, stellten wir fest, dass wir insgesamt 21k Schritte bzw. 16km gelaufen waren. Wir zogen uns um und gingen etwas essen. Es war tagsüber sehr warm und die Sonne hatte ziemlich gebrannt, somit waren wir zu k.o. um den ganzen Strip nochmal entlang zu laufen. Wir wollten aber wenigstens einen Eindruck von den Lichtern bekommen.

Bevor wir am nächsten Tag weiterfuhren, wollten wir noch zum berühmten Las Vegas Sign. Der Parkplatz hier war allerdings so voll, dass wir nur ein schnelles Foto vom Auto aus machten.

In Reno haben wir nur das Casino von innen gesehen. Der Rest der Stadt wirkte uninteressant. In Las Vegas fanden wir beides spannend. Der Strip mit seinen unterschiedlich gestalteten Casinos ist faszinierend. Einige Casinos sind auch innen passend zum Thema gestaltet, was ebenfalls sehr interessant ist. Wir haben in keinem der Casinos gespielt, dafür ist uns unser Geld zu schade und die USA-Urlaube sowieso schon zu teuer. Trotzdem laufen wir gerne durch die Casinos und schauen uns alles an.

Ein Kommentar

  1. Vor 5 Jahren haben wir das auch so gesehen, jedoch waren wir in einem Hotel an einer Parallelstraße zum Strip und mussten abends über zahlreiche Obdachlose rübersteigen. Das war bedrückend.

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