Zurück an der Ostsee

Letztes Jahr haben wir das erste Mal eine Woche Urlaub in Binz auf Rügen gemacht. Den Bericht dazu findet ihr hier. Da es uns so gut gefallen hat, sind wir dieses Jahr im Juli wieder eine Woche hingefahren. Auch diesmal sind wir mit dem ICE gefahren und waren wieder begeistert. Zwar hatten wir bei der Abfahrt in Frankfurt ca. 15 Minuten Verspätung, so dass wir um 9:18 Uhr abgefahren sind, aber wir kamen pünktlich um 17 Uhr in Binz an.

Da es uns im Hotel am Meer & Spa sehr gut gefallen hat, haben wir auch diesmal wieder ein Zimmer dort gebucht. Das Galeriezimmer, das wir letztes Jahr gebucht hatten, empfanden wir als umständlich, sodass wir diesmal ein reguläres Zimmer gebucht haben. Auch wenn wir ein Zimmer nach hinten gebucht hatten, hatten wir seitlichen Meerblick. Das Zimmer hat uns sehr gut gefallen.

Auch bezüglich Strandkorb haben wir etwas anders gemacht. Letztes Jahr hatten wir gleich für die ganze Woche einen gebucht, ihn aber aufgrund des Wetters nur 2,5 Tage genutzt. Diesmal haben wir erstmal keinen Strandkorb gebucht. Erst als wir kurz vor dem Urlaub in der Wettervorhersage gesehen haben, dass es am ersten Tag schön sein soll, hat Klaus dort angerufen und einen gebucht. Genauso haben wir dann am Mittwochabend für Donnerstag einen gebucht und diesen dann am Donnerstag für Freitag verlängert. Wir hatten Glück mit dem Wetter und haben drei tolle Tage am Strand genossen. An einem Tag gab es zwar morgens einen kurzen Regenschauer, aber im Strandkorb konnten wir das aussitzen. In der Nähe unseres Strandabschnittes gab es dieses Jahr eine Bar, an der wir uns Getränke geholt haben. Ich habe mich sehr gefreut, dass es mehrere alkoholfreie Varianten gab. Mittags sind wir ein Stück an der Strandpromenade entlang gelaufen und haben bei Kombüse 41 Fischbrötchen gegessen.

Letztes Jahr hatten wir eine Radtour gemacht, was uns aber nicht ganz so viel Spaß gemacht hat. Nachdem wir einen Bericht im Fernsehen in der Sendung wunderschön über Wandern auf Rügen gesehen hatten, wollten wir das dieses Jahr ausprobieren. Dafür haben wir unsere Wanderausrüstung eingepackt und sind an einem Morgen um 10:10 Uhr in den Bus nach Sassnitz gestiegen, um von dort aus zum Königsstuhl zu wandern. Wir sind bis zum Busbahnhof gefahren, die Wanderung startete offiziell am Hafen. Von dort ging es erst etwas am Meer entlang, dann ein Stück durch den Ort und schließlich in den Wald.

Rügen beeindruckt mit tollen Buchenwäldern, die zum UNESCO Weltnaturerbe gehören. Schilder informieren einen darüber, dass man die Wege nicht verlassen darf, um die Natur nicht zu stören. Generell sind die Wege sehr natürlich gehalten.

Da dieses Gebiet an den Kreidefelsen liegt, gibt es immer wieder Hinweisschilder, die davor warnen, dass die Felsen abbrechen können. Z.T. ist es verboten, nah an den Rand zu gehen. Aber an vielen Stellen war es doch möglich und man hatte einen tollen Ausblick.

Zweimal kann man auf den Strand runtersteigen, jeweils über Treppen. Der Strand ist hier ein Kiesstrand. Auch von hier hat man jeweils einen tollen Blick auf die Kreidefelsen.

Im Wald führt der Weg oft hoch und wieder runter, d.h. er folgt der natürlichen Form der Landschaft. Insgesamt sind wir gut 11km gewandert mit 375 hm. Uns hat diese Wanderung viel Spaß gemacht. Der Buchenwald macht ehrfürchtig, auf dem Waldboden läuft es sich sehr angenehm und der Ausblick ist immer wieder beeindruckend. Es war auch nicht sonderlich voll, eventuell wegen des Wetters, denn es war bedeckt und hat immer mal leicht genieselt, was man im Wald aber kaum gemerkt hat.

Am Königsstuhl angekommen sind wir in den Bus zurück nach Sassnitz gestiegen und haben am Hafen Fischbrötchen auf einem Kutter gegessen.

Die zweite Wanderung führte uns von Seebrücke zu Seebrücke. Wir sind an unserem Hotel gestartet, an der Binzer Seebrücke vorbei gelaufen und hatten die Selliner Seebrücke als Ziel. Nachdem wir Binz verlassen hatten, mussten wir ein kurzes Stück am Strand entlang laufen, bevor es auch hier im Wald weiter ging.

Der Weg war ähnlich wie der andere Wanderweg, einzig etwas schmaler an manchen Stellen, sodass man nicht immer nebeneinander laufen konnte. Der Weg ist der Hochuferweg, so dass man meist recht nah am Ufer entlang läuft, aber eben einige Meter oberhalb des Ufers. Auch hier hatten wir mehrfach einen tollen Blick, auch zurück nach Binz.

Nach ca. 8km kamen wir in Sellin an und hatten bald einen ersten Blick auf die Seebrücke.

Es war nicht mehr weit und dann konnten wir sie in ihrer ganzen Pracht bewundern. Wir sind einmal bis zum Ende gelaufen. Auch der Blick von der Seebrücke hoch zum Ufer ist beeindruckend.

Eigentlich wollten wir uns jetzt wieder mit Fischbrötchen stärken, aber an jedem Stand, an dem wir vorbei kamen, war die Schlange recht lang. So traten wir erst die Heimreise an. Wir fuhren mit dem Rasenden Roland, einer historischen Dampfeisenbahn, zurück .Tickets konnten wir direkt am kleinen Bahnhof kaufen und zahlten je 6€ für die Fahrt. Es war ziemlich voll, aber wir haben zwei Sitzplätze ergattert und haben die Fahrt sehr genossen.

Zurück in Binz haben wir bei Happy Happen ein paar Fischbrötchen genossen.

Auch diese Wanderung hat uns viel Spaß gemacht. Wieder ging es durch einen beeindruckenden Buchenwald, wieder gab es tolle Aussichten.

Wie letztes Jahr, hatten wir wieder nur Übernachtung mit Frühstück gebucht und haben uns jeden Abend ein anderes Restaurant gesucht. Vorher waren wir noch in der Bar Heimaat in der Nähe der Seebrücke. Hier hatten wir einen tollen Ausblick auf die Ostsee im Abendlicht.

Die Restaurants waren wieder alle sehr gut. Am besten hat es uns in der Villa Salve gefallen. Dort waren wir letztes Jahr schon und wollten unbedingt wieder hin. Wir wurden nicht enttäuscht. Wir hatten einen tollen Platz mit einem schönen Blick, der Service war sehr nett und das Essen super lecker.

Auch die Rückfahrt mit dem ICE hat wieder gut geklappt. Wir waren rundum begeistert von Binz und Rügen, vor allem auch von den Wanderungen. Wir kommen definitiv wieder.

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