Wie Urlaub zuhause

Seit Jahren fahren wir jedes Jahr eine Woche in den Skiurlaub. Der Termin richtet sich nach verschiedenen Faktoren, z.B. Fastnacht, Ferien (auch denen der Holländer). Dieses Jahr fiel er wieder auf Mitte März, wie schon die letzten zwei Jahre. Wir fahren immer in dasselbe Hotel bzw. die angeschlossene Frühstückspension in Schwendau bei Mayrhofen im Zillertal in Österreich.  Mittlerweile müssen wir schon ziemlich lange im Voraus buchen, um noch in unserer Wunschwoche Zimmer zu bekommen. So können wir uns aber auch schon lange auf den Urlaub freuen. Wir sind immer eine wechselnde Gruppe mit einem harten Kern. Einige fahren die ganze Woche, andere nur ein paar Tage. Klaus und ich starteten am Samstagmorgen, da waren die ersten 4 schon dort. Zwei fuhren bereits am Dienstag zurück, dafür kamen am Sonntagabend drei weitere nach.

Wir hatten dieses Jahr leider ziemlich viel Stau auf der Strecke und waren erst Samstagabend da. So konnten wir aber mit den anderen 4 zum Abendessen gehen. Am Sonntag war unser erster Skitag. Wir hatten schönsten Sonnenschein.

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Insgesamt hatten wir Glück mit dem Wetter. An zwei Tagen war es etwas bewölkt, aber ansonsten hatten wir Sonne. Zwar ist dann der Schnee ab mittags nicht mehr so schön, aber man kann nicht alles haben.

Die Freundin meines Bruders äußerte neulich ihr Unverständnis darüber, dass ein Sporturlaub erholsam sein kann, aber für mich trägt die viele Bewegung an der frischen Luft maßgeblich zur Erholung bei. Man ist so mit Skifahren beschäftigt, dass man gar nicht dazu kommt, an Zuhause oder das Büro zu denken. Für mich ist dieser Urlaub aber auch dadurch so erholsam, dass wir immer in derselben Pension im selben Skigebiet sind. So hat sich bei uns auch ein relativ fester Rhythmus eingespielt. Um 8 Uhr gibt es Frühstück, um 9 Uhr treffen wir uns für den Skibus. Gegen 11 Uhr machen wir eine kleine Trinkpause, zwischen 13 und 14 Uhr dann Mittagspause. So können wir die leeren Pisten nutzen, wenn um 12 Uhr alle Skikurse essen sind und haben dann später selber etwas leere Hütten. Da wir das Skigebiet so gut kennen, wissen wir genau, wo wir am liebsten essen. Dieses Jahr sind wir am Ende des jeweiligen Skitages in einer bestimmten Hütte eingekehrt und haben einen Jagatee oder Lumumba getrunken.

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Gegen 16.30 Uhr fahren wir mit der Gondel wieder runter und kehren in eine kleine Apres Ski Hütte, das Hiata Madl, ein. Bis ca. 18.30 Uhr feiern wir dort, dann fahren wir mit dem Taxi in die Pension. Wenn alle geduscht haben, laufen wir zum Abendessen ins Haupthaus. Hier gibt es jeden Abend ein Drei-Gänge-Menü, für das wir morgens eine Auswahl der Hauptspeise getroffen haben. Anschließend spielen wir Spiele. In den letzten Jahren hat sich „Ohne Furcht und Adel“ großer Beliebtheit erfreut.

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Irgendwann laufen wir wieder zurück und fallen müde und k.o. ins Bett. Mir gefällt dieser immer wieder gleiche Rhythmus, da wir uns nicht jedes Jahr wieder auf etwas Neues einstellen müssen. Wir kennen uns aus, wissen, wie es abläuft. So gibt es keine Diskussionen über Uhrzeiten usw., auch wenn immer wieder andere Personen mitfahren. Wir gehören zum harten Kern und sind jedes Jahr dabei. So ist es für mich quasi Urlaub zuhause.

2 Kommentare

  1. Ja, ich fand Skiurlaub auch immer sehr „erholsam“, da man viel an der frischen Luft ist und sich bewegt! Ich war immer in unterschiedlichen Skigebieten aber es hat bestimmt Vorteile wenn man immer an der gleichen Stelle Urlaub macht, man ist am ersten Tag angekommen und braucht keine Zeit, um sich zurecht zu finden!
    Es scheint für Euch alles richtig zu sein, dann weiter so!

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