Ausflug an den Rhein

Für Pfingstsonntag war schönes Ausflugswetter vorhergesagt, trocken, nicht zu warm, perfekt. So beschlossen wir, den Vorschlag eines Freundes umzusetzen und mit der Bahn nach Bonn zu fahren. Wir buchten nicht die Schnellstrecke über Köln, sondern den IC, der am Rhein entlangfährt. Die Fahrt dauert natürlich länger, insgesamt ca. 2 Stunden, ist aber wirklich sehr schön. Zwar war es bewölkt und unser IC hatte dreckige Fenster, aber es machte trotzdem Spaß, die Städte entlang des Rheins und den Schiffsverkehr auf dem Rhein zu beobachten.

Kurz vor 12 Uhr kamen wir in Bonn an und gingen als erstes zum Münster. Wir konnten es aber noch nicht wirklich besichtigen, da gerade ein Gottesdienst begann. Also liefen wir etwas durch die Stadt zum Rheinufer.

Am Rhein konnten wir schön am Ufer entlang laufen bis zum World Conference Center, dem ehemaligen Parlamentsgebäude mit Plenarsaal. Zwischendrin machten wir Halt am alten Zoll, von wo aus man einen schönen Ausblick hat.

Ursprünglich wollten wir ins Haus der Geschichte, aber die Dauerausstellung ist dieses Jahr geschlossen wegen Umbauarbeiten. Zufällig wurden aber an diesem Tag Führungen durch den ehemaligen Plenarsaal angeboten und so fanden wir uns um 14 Uhr dort ein. Eine Mitarbeiterin der Stadt Bonn, die früher Mitarbeiterin im Bundestag war und im alten Parlamentsgebäude gearbeitet hatte, führte uns eine Stunde durch das Gebäude. Der Bundestag tagte dort von 1992 bis 1999 bevor er dann nach Berlin umzog. Man kann heute noch einzelne Plätze identifizieren, z.B. vom Bundeskanzler, weil die Sitzlehne höher ist oder auch von Herrn Schäuble, der einen Rollstuhlgerechten Platz brauchte.

Nach der Führung wollten wir gern etwas trinken und fuhren im Marriott Hotel, das direkt neben dem World Conference Center liegt, in den 17. Stock in die Konrad’s Sky Bar. Hier hat man einen schönen Blick auf Bonn und den Rhein.

Auch zurück in die Innenstadt liefen wir wieder am Rhein entlang und machten noch einen kurzen Abstecher zur Villa Hammerschmidt, dem Bonner Amtssitz des Bundespräsidenten.

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Da nun kein Gottesdienst war, konnten wir jetzt endlich das Münster ausgiebig besichtigen. Es hat uns sehr gut gefallen. Außergewöhnlich fand ich die Fenster in den Seitenschiffen. Diese sind schwarz weiß mit wenigen Farbakzenten.

Wie immer bei unseren Ausflügen hat Klaus sich vorher mit der Stadt und den Sehenswürdigkeiten beschäftigt. Dabei stieß er auf die lokale Spezialität Bönnsch, ein Bier. Eigentlich hatten wir erwartet, es würde überall ausgeschenkt werden, ähnlich wie Kölsch. Dem war aber nicht so. Da wir nach dem Besuch des Münters noch Zeit hatten, bis unsere Bahn fuhr, machten wir eine Pause im Brauhaus Bönnsch, denn nur hier wird das Bier ausgeschenkt. Man bekommt es in witzigen, schrägen Gläsern mit Kuhlen an einer Seite für die Finger.

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Das Abendessen hatten wir in Köln geplant. Einmal, weil mein Bruder dort wohnt und außerdem, weil wir Köln lieben und so dem Dom einen kurzen Besuch abstatten konnten. Leider hatten wir ausnahmsweise einmal Pech mit unseren Zugverbindungen. Der Zug von Bonn nach Köln hatte 50 Minuten Verspätung. Da wir nun nicht mehr so viel Zeit hatten, bis der Zug von Köln nach Frankfurt fuhr, konnten wir nicht mehr in den Dom. Aber auch der Blick von außen ist immer wieder herrlich. An diesem Abend wurde der Dom zudem zur Hälfte von der untergehenden Sonne rot angestrahlt.

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Es war ein toller Ausflug. Die Fahrt am Rhein entlang war sehr schön, Bonn hat uns gut gefallen und die Führung durch den Plenarsaal war sehr interessant. Wenn die Dauerausstellung im Haus der Geschichte nächstes Jahr wieder geöffnet hat, dann machen wir den Ausflug nochmal.

3 Kommentare

  1. Bonn kenne ich natürlich sehr, sehr gut, da mein Bruder dort wohnt!
    Das nächste Mal vielleicht noch das Beethoven Haus einplanen und ein absolutes „Muss“ natürlich das Haus der Geschichte! (Wie ihr ja schon erwähnt habt)
    Da braucht man Stunden, aber total interessant! 👍
    Die Zugreise am Rhein durfte ich als Kind oft machen, da meine Tante in Düsseldorf wohnte und wir sie oft besucht haben. Damals kannte ich alle Burgen auswendig!
    In Deutschland ist wirklich immer viel zu entdecken!!
    Weiter so!!🙋🌞

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