Geschichtsträchtiges Philadelphia

Pittsburgh hatten wir hinter uns gelassen, das nächste Ziel war Philadelphia. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt in Harrisburg. Über das State Capital habe ich bereits hier berichtet. Wir haben uns aber auch die Cathedral of Saint Patrick angeschaut, eine sehr schöne Kirche.

Da die Hotels in Philadelphia sehr teuer waren, wohnten wir etwas außerhalb, hatten aber von unserem Zimmer aus zufälligerweise einen tollen Blick auf die Stadt.

DSC_0456

Wir fuhren nach Downtown, stellten unser Auto in einem der zahlreichen Parkhäuser ab und machten uns auf den Weg zur Liberty Hall. Dort wurde am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung beschlossen und unterzeichnet, wie auch die Verfassung am 17. Juli 1787.

Am nächsten Tag starteten wir nach dem Frühstück unseren Rundgang durch die ganze Stadt. Als erstes kamen wir an der Second Bank vorbei.

DSC_0466

Danach folgte die First Bank.

DSC_0467

Von dort aus gingen wir zum Merchant’s Exchange, einem Gebäude, das in die Liste der National Historic Landmark aufgenommen wurde. Nachdem es von der Philadelphia Stock Exchange abgelöst wurde, ist es heute die Zentrale der Independence National Historic Park. Es ist das älteste Börsengebäude der USA.

Ganz in der Nähe befindet sich das Custom House, das derzeit FDA, Department of State, Department of Homeland Security, National Park Service und U.S Customs and Border Protection agencies beherbergt.

DSC_0470

Nun unternahmen wir einen kurzen Abstecher zum Delaware River, von wo aus man rüber nach New Jersey schauen kann.

Die Christ Church konnten wir nur von außen besichtigen, aufgrund von Bauarbeiten. Zu ihrer Gemeinde gehörten 15 Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, sowie Anführer der amerikanischen Unabhängigkeitskriege, wie z.B. George Washington.

DSC_0474

Die Independence Hall hatten wir schon von außen gesehen, wollten sie aber auch von innen besichtigen. Man muss sich Tickets für 1,50$ pro Person im Visitor Center besorgen und bekommt anschließend eine kleine Führung. Zunächst gibt es einen kleinen geschichtlichen Vortrag, dann darf man einen Blick in die Räume werfen, in denen die Unabhängigkeitserklärung diskutiert und unterschrieben wurde. 1979 wurde das Gebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Natürlich wollten wir auch die Liberty Bell sehen, die ursprünglich in der Independence Hall hing. Seit 2003 ist sie in einem Gebäude vor der Independence Hall ausgestellt. Man zahlt keinen Eintritt, muss sich nur etwas anstellen, je nachdem wie viel gerade los ist. Dann kommt man tatsächlich sehr nah an die Glocke heran und kann vor allem den berühmten Sprung sehr gut sehen.

DSC_0484

Philadelphia ist aber nicht nur für seine Geschichte bekannt, sondern auch für die Philly Cheesesteaks. Erfunden wurde es angeblich 1930 von den Brüdern Pat und Harry Olivieri, die außerdem Pat’s King of Steaks gründeten. Hier oder im gegenüberliegenden Geno’s Steaks sollte man das Sandwich eigentlich probieren. Da uns der Weg aber doch etwas zu weit war, gingen wir in der Nähe der Independence Hall in den Independence Beer Garden und aßen hier ein Cheesesteak. Es hat uns gut geschmeckt, ist aber, wie der Name vermuten lässt, eine etwas mächtige Angelegenheit, außer man nimmt eine kleine Portion.

Unsere letzte Station war die City Hall.

Sehenswert sind auch die Hochhäuser in der Nähe.

Insgesamt lohnt sich der Besuch in Philadelphia. Die Stadt bietet viel Historisches, alles in Lauf Nähe. Als geschichtlich Interessierter macht es Spaß auf den Spuren der Geburt der USA zu wandeln.

3 Kommentare

  1. Wieder sehr informativ und anschaulicher Bericht.
    Hässliche Ausfallstraßen mit kaputten Gebäuden gibt es ja nicht nur in Philadelphia! Als Tourist registriert man das ja auch aber hält es nicht unbedingt mit der Kamera fest?? Das nur als kurze Anmerkung zu Theos Kommentar!!

    Like

  2. Und wenn man aus der Innenstadt nach Norden rausfährt, kommt man an alten Fabrikgebäuden vorbei und auf der Rückfahrt über Parallelstraßen mit völlig verwahrlosten Reihenhäusern, vor denen allerlei Volk rumlungert und man froh ist, wenn man da wieder raus ist.

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu K.-Theodor Hermann Antwort abbrechen