Die letzte Station auf unserer USA-Reise war die Hauptstadt Washington, D.C. Nachdem wir in Annapolis noch eine Mittagspause eingelegt hatten, fuhren wir los und kamen gegen 16 Uhr am Arlington National Cemetery an. Der Friedhof für Angehörige der Streitkräfte hatte mich schon 2000 sehr beeindruckt und so stand er natürlich auch für diese Reise auf der Liste der Sehenswürdigkeiten. Der Anblick der vielen weißen Grabsteine ist beeindruckend und bedrückend zugleich.
Zwei Dinge wollten wir hauptsächlich sehen, das Grab von John F. Kennedy und der Wachwechsel am Grab des unbekannten Soldaten. Das Grab von John F. Kennedy ist ausgeschildert und so fanden wir es schnell.

Das Grab des unbekannten Soldaten war schwieriger zu finden, aber wir kamen gerade noch rechtzeitig für den Wechsel um 17 Uhr.
Zunächst erklärte ein Kommandant, welche Zeremonie uns erwartet und dass wir dieser schweigend und stehend beizuwohnen haben. Beides klappte erstaunlich gut. Während der Soldat, der aktuell Wache hielt, weiter von rechts nach links und wieder zurücklief, kam der Soldat, der ihn ablösen würde dazu. Der Kommandant überprüfte seine Erscheinung von oben bis unten sowie von vorne und hinten. Der Soldat führte außerdem sein Gewehr vor. Dann begleitete der Kommandant ihn zum Grab und nahm anschließend den bisher diensthabenden Soldaten mit. Es ist ein wirklich beeindruckendes Schauspiel nach genau festgelegten Regeln.
Da der Friedhof nun geschlossen hatte, wurden wir gebeten, ihn umgehend zu verlassen. Das taten wir und fuhren zu unserem Hotel, um einzuchecken. Es erwartete uns die verrückteste Tapete unserer Reise.

Der Tag war fast zu Ende und so suchten wir uns nur noch ein Restaurant für das Abendessen. Wir landeten im Paradiso Dupont, wo wir sogar noch draußen sitzen konnten, da es ziemlich warm war.
Am nächsten Tag starteten wir nach dem Frühstück zu unserer Besichtigungstour durch Washington. Als allererstes kamen wir am Weißen Haus vorbei. Hier merkte ich die Veränderung deutlich, denn 2000 konnte ich noch bis an den Zaun gehen und meine Kamera hindurchstecken. Das war nun nicht erlaubt.
Die zweite Station war das Washington Monument.
Von dort aus sieht man bereits das Capitol, das unser nächstes Ziel war.
Auch hier zahlten wir keinen Eintritt, wir mussten nur eine Sicherheitskontrolle passieren. Wir kamen noch rechtzeitig für eine Führung. Alle bekamen Kopfhörer und ein kleines Gerät zum Umhängen. Der Mitarbeiter, der uns herumführte, musste nur in ein Mikrofon sprechen und wir konnten ihn alle verstehen. Ich glaube mich zu erinnern, dass ich 2000 sehr viel mehr vom Capitol gesehen habe, als dieses Mal. Entweder haben sich die Sicherheitsbestimmungen geändert oder wir haben damals eine besondere Tour gemacht. Wie auch immer, das Capitol ist ein Besuch wert.
Wir hatten gelesen, dass man die House Gallery besuchen kann und wir hofften, dass wir hier wieder eine Parlamentssitzung erleben könnten. Wir stellten uns also ca. 45 Minuten an, nur um dann festzustellen, dass wir alles, was fotografieren kann, abgeben müssen. Es gab auch keine Sitzung zu erleben. Zwar war der Raum, den wir uns angucken konnten, sehenswert, aber da wir nicht fotografieren durften und es keine Sitzung gab, muss man sagen, dass sich die Wartezeit nicht wirklich gelohnt hat.
Wieder draußen kamen wir zunächst erneut am Washington Monument vorbei und jetzt war auch das Wetter wirklich toll.
Von dort aus besuchten wir weitere Memorials für Präsidenten oder geschichtliche Personen, wie Martin Luther King Jr.

Thomas Jefferson:

An das Roosevelt Memorial konnte ich mich auch noch erinnern, vor allem daran, dass es aus vier Teilen besteht, die seine vier Amtszeiten repräsentieren. Da Roosevelt an Kinderlähmung erkrankt war, wird er unter anderem im Rollstuhl, den er selbst konstruiert hatte, dargestellt.
Zum Schluss kamen wir zum Lincoln Memorial. Das bzw. den Blick von dort kennt man vor allem aus dem Film „Forest Gump“.
Die letzte Station bildete das World War II Memorial.
Nach 21 Kilometern und 29.000 Schritten waren unsere Füße platt und wund, so dass wir uns nur noch ein Restaurant für den letzten Abend suchten.
Der nächste Tag war unser letzter auf unserer USA-Reise, aber da unser Flieger erst abends ging, besichtigten wir zunächst die National Cathedral. Ausnahmsweise zahlten wir hier Eintritt, aber uns war es das wert. Vor allem die Fenster sind hier sehr beeindruckend.
Man konnte auch auf einen Turm klettern bzw. mit dem Fahrstuhl fahren und von dort auf Washington blicken, wobei die Kirche doch etwas weit außerhalb liegt.
Die noch verbliebene Zeit nutzten wir für eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus. Es war zwar ziemlich kalt, aber wirklich sehenswert. Wir konnten entweder deutsche Erklärungen vom Band hören oder einer Führerin zu hören, die live alles erklärte.
Washington ist absolut eine Reise wert. Die Wege sind weit, aber man könnte auch mit dem Bus fahren und zwischendrin aussteigen. Die vielen Memorials zeigen deutlich, wie stolz die Amerikaner auf ihre Geschichte und auch ihre Siege sind. Arlington National Cemetery zeigt den hohen Stellenwert, den das Militär in den USA hat. Das muss man nicht gut finden, aber es beeindruckt sehr. Ich bin froh, dass wir diese Stadt besichtigen konnten.
Wie immer bekommt man einen guten Eindruck von der Stadt. Am besten hat mir gefallen, dass auch „große“ Männer ihren Fußballverein mit in den Urlaub nehmen.
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Einiges aber viel weniger haben wir 2005 auch gesehen. Bei riesiger Hitze sind wir auch viel gelaufen.
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