Wunderschönes Mailand

Klaus hatte gelesen, dass es wieder eine Direktverbindung mit dem Zug von Frankfurt nach Mailand gibt. Da wir sehr gerne Zug fahren und die Strecke tolle Aussichten versprach, beschlossen wir, die 7,5 Stunden in Angriff zu nehmen. Der 3. Oktober war ein Mittwoch, wir nahmen uns noch Donnerstag und Freitag frei und buchten fünf Tage Mailand.

Am Hauptbahnhof in Frankfurt angekommen, lasen wir allerdings mit Schrecken „Zug fällt aus“ auf der großen Anzeigetafel. An der Information sagte man uns, wir sollten erst nach Mannheim fahren, von dort nach Basel und dann weiter nach Mailand. War also nichts mit direkt, aber zumindest würden wir nach Mailand kommen.

In Basel SBB, d.h. auf der Schweizer Seite, stellten wir dann fest, dass der Zug eigentlich nicht ausfiel, sondern erst in Basel statt in Frankfurt startete. Somit hatten wir ab hier auch wieder unsere Sitzplatzreservierung und konnten die 4,5 Stunden Fahrt genießen.

Wir fuhren durch die Schweiz, durch den Gotthardttunnel, an Seen und Bergen vorbei. Genauso hatten wir uns die Fahrt vorgestellt.

Um 7:50 Uhr waren wir in Frankfurt losgefahren, um 15.30 Uhr kamen wir in Mailand an. Erprobt durch häufige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in vielen Städten fanden wir uns auch hier gut zurecht, zumal alles nicht nur auf Italienisch sondern auch auf Englisch ausgewiesen ist. Den Fahrkartenautomat konnten wir sogar auf Deutsch umstellen.

Das Hotel, in dem wir wohnten, The Square Milano Duomo, liegt in Laufnähe zum Dom und ist nur fünf Stationen vom Hauptbahnhof mit der Metro entfernt. Wir bekamen ein Zimmer im 10. Stock mit einer interessanten Aussicht.

Um einen ersten Eindruck zu bekommen, liefen wir zum Dom und zur daneben liegenden Einkaufspassage Galleria Vittorio Emanuele II. Beides hat uns sehr beeindruckt und wir freuten uns darauf, alles in den folgenden Tagen genauer zu besichtigen. Da wir doch recht k.o. waren, suchten wir uns noch ein Restaurant für das Abendessen, Pizza sollte es sein. Wir landeten schließlich ganz in der Nähe im Mozzarella e Basilico. Die Pizza war sehr lecker, leider war der Service eher langsam und unaufmerksam.

 

Am nächsten Morgen gingen wir als erstes zur Touristeninformation des Doms, da man dort Tickets kaufen muss, um den Dom von innen besichtigen zu können. Das Kaufen dauerte nicht sehr lang, da es mehrere Automaten für den Verkauf dieser Tickets gab. Wir stellten uns also in die Schlange am Eingang zum Dom. Ein Schild kündigte an, dass wir ca. 30 Minuten warten müssten und so war es auch. Bevor wir den Dom betreten konnten, wurden wir mit einem Metalldetektor kontrolliert und mussten unsere Taschen für eine Durchsuchung öffnen. Im Dom blieben wir erst mal staunend stehen, denn wir waren sehr beeindruckt.

Klaus hatte sich in der Information eine App heruntergeladen, anhand derer wir eine Führung durch den Dom machen und Wissenswertes lesen konnten. Anhand von Bluetooth erkennt die App, wo im Dom man sich befindet, was sehr praktisch war.

Mit unserem Ticket hatten wir auch die Möglichkeit auf die Terrasse des Doms zu klettern, war wir natürlich wahrnahmen. Dazu muss man den Dom wieder verlassen und sich entscheiden, ob man die Treppe oder den Aufzug nehmen möchte. Wir entschieden uns für die Treppen. Hier standen wir nicht lange an, wurden aber erneut durchsucht. Die Treppe ist nicht sonderlich lang, dann steht man auf dem Dach des Doms. Der Aufstieg lohnt sich auf jeden Fall, die Aussicht über die Stadt ist toll.

Anschließend sind wir durch die neben dem Dom gelegene Gallerie Vittorio Emanuele II gelaufen. Hier sind vor allem teure Marken vertreten, dazu gibt es ein paar Restaurants, auch eher gehobene Preisklasse. Trotzdem lohnt es sich einmal durch zu laufen, denn groß ist die Passage nicht. Sie besteht aus zwei sich kreuzenden Armen, wird von einem Glasdach überspannt und ist mit Malereien und Symbolen dekoriert.

Unser nächstes Ziel, das Teatro de la Scala, lag etwas entfernt. Auf dem Weg dorthin kamen wir über den Plaza della Scala, auf dem eine Statue von Leonardo Da Vinci steht.

Auf der Suche nach dem Teatro kamen wir außerdem an der Chiesa San Guiseppe vorbei.

Nachdem wir erneut Google Maps bemüht hatten, fanden wir auch das Theater.

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Zum Abendessen gingen wir an diesem Tag ins Rossini. Hier gefiel es uns sehr gut. Das Ambiente war schön und der Service hervorragend. Dazu schmeckten unsere Pizzen sehr gut, was will man mehr.

Am folgenden Tag starteten wir unsere Besichtigungstour mit der Basilica St. Ambrosius.

Als nächstes folgte die Santa Maria delle Grazie.

Von dort liefen wir zum Castello Sforzesco, ein Kastell, das ab 1450 erbaut wurde. Im Innenbereich befindet sich eine weitläufige Parkanlage.

Wir liefen durch den Park, um uns auf der anderen Seite der Anlage den Arco della Pace (Friedenstor) anzuschauen.

Auf dem Rückweg ins Hotel entdeckten wir zufällig noch die Chiesa S. Maria del Carmine.

In der Nähe des Doms kamen wir außerdem über den Piazza Cordusio.

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Für das Abendessen hatten wir uns an diesem Tag das Pumma ausgesucht. Da es keine englischen Speisekarten gab und wir die italienische nur z.T. verstanden, wurde das Bestellen zu einem kleinen Abenteuer, das in interessant servierten Pizzen endete.

Sie schmeckten uns sehr gut, weshalb wir fast froh waren, dass es keine englischen Karten gegeben hatte.

Der folgende Tag war unser letzter Tag in Mailand. Wir nutzten diesen für Stadtrundfahrten mit dem Doppeldeckerbus. Da es gegen 12 Uhr leicht anfing zu regnen, machten wir alle drei Touren. So kamen wir durch das moderne Hochhausviertel und zum Fußballstadion, das Guiseppe-Meazza-Stadion.

Auf der Fahrt hatten wir zwei Kirchen entdeckt, die wir uns genauer ansehen wollten. Die erste war die Chiesa San Maurizio. Wir haben ja nun schon wirklich viele Kirchen gesehen, aber auch diese hat uns mal wieder überrascht, beeindruckt und zum Staunen gebracht. Im Grunde besteht sie nur aus Wandbildern.

Anschließend besichtigten wir noch die Chiesa San Marco, die zweit größte von Mailand. Auch diese hat uns gut gefallen und beeindruckt.

Zum Abendessen landeten wir diesmal im Pizzium. Hierbei handelt es sich um ein beliebtes Restaurant, so dass wir ca. 30 Minuten auf einen Tisch warten mussten. Es hat sich aber gelohnt, die Pizzen waren hervorragend und auch der Service war super.

Am nächsten Tag checkten wir aus und fuhren mit der Metro wieder zum Hauptbahnhof. Diesmal klappte die Direktfahrt. Der Zug nahm eine andere Strecke als auf dem Hinweg, so dass wir nochmal wieder anderes zu sehen bekamen.

Uns haben die drei Tage in Mailand sehr gefallen. Die Stadt ist wirklich sehenswert, der Dom und auch die anderen Kirchen haben uns sehr beeindruckt. Wir haben immer lecker gegessen und hatten (fast) immer tollen Service. Auch die Zugfahrt haben wir sehr genossen. Nur eins hat uns verwundert. Wir trinken gerne Ramazotti und dieser kommt aus Mailand. Allerdings gab es in keinem Restaurant, in dem wir abends gegessen haben, Ramazotti. Nur in unserer Hotelbar stand er auf der Karte. Allerdings war er dann ausverkauft. Wir haben dann zuhause wieder mit Ramazotti angestoßen, auf ein tolles Wochenende in Mailand.

2 Kommentare

  1. Dieser Bericht hat mich total begeistert!!
    So sehr, dass ich die Stadt Mailand vielleicht im nächsten Jahr in Angriff nehmen werde?👍👍👍
    Mit der Bahn 🚄🚅 auch eine tolle Idee!
    Freue mich über den nächsten Bericht!😙👍

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