Das erste Mal Skandinavien – Teil 2

Nach ca. 5 Stunden Fahrt inklusive Pause kamen wir in Kristinestadt an. Die Stadt ist zweisprachig, Kristinestadt ist der schwedische Name, auf Finnisch heißt die Stadt Kristiinankaupunki. Sie liegt an Schärenküste des Bottnischen Meerbusens und hat mich von seiner Aufmachung her sehr an amerikanische Kleinstädte erinnert. Unser Hotel ist das ehemalige Feuerwehrhaus und fällt durch den kleinen Turm sofort auf. Es ist liebevoll gestaltet, jedes Zimmer ist anders eingerichtet, unseres war sogar zweistöckig.

Am Abend waren wir zu Lachs, Bier und Kennenlernen der anderen Hochzeitsgäste ins Sommerhaus der Familie der Verlobten meines Cousins eingeladen. Ein solches Sommerhaus haben viele finnische Familien, wie wir auf der Stadtrundfahrt in Helsinki gelernt hatten. Dieses hier liegt malerisch an der Ostsee und hat ein kleines Saunahäuschen direkt am Ufer, von dem aus man direkt nach dem Saunagang in die Ostsee hüpfen kann.

Hier erlebten wir den ersten traumhaften Sonnenuntergang. Das Farbenspiel war absolut faszinierend.

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Café Crazy Cat, für das wir über das Hotel Gutscheine bekommen hatten. Es gab alles, was man sich zum Frühstück wünschen kann, Brötchen, Brot, Eier, Wurst, Käse, Gemüse, Süßes, Kaffee, Tee und Orangensaft. Da die Hochzeit erst um 16 Uhr stattfinden sollte, nutzen wir die Zeit und erkundeten Kristinestadt. Die Stadt hat ~6700 Einwohner und lässt sich zu Fuß gut erkunden.

Die Stadt hat zwei Kirchen, die alte Ulrike-Eleonore-Kirche von 1700 und die Stadtkirche von 1897. Die Stadtkirche konnten wir nur von außen besichtigen. Auffällig fanden wir hier vor allem das Dach.

Die Ulrike-Eleonore-Kirche ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Mit ihrem schiefen Turm und der Holzbauweise hat sie sehr viel Charme. Mir hat sie sehr gut gefallen. Hier fand die Hochzeit statt.

Am Abend erlebten wir den nächsten tollen Sonnenuntergang und auf dem Heimweg von der Hochzeit gegen 1 Uhr morgens leuchtete immer noch Abendrot am Himmel.

Den nächsten Tag verbrachten wir bis zum frühen Nachmittag erneut am Sommerhaus und brachen dann auf Richtung Turku. Die Stadt ist die erste Stadt Finnlands, daher hatten wir beschlossen, ihr einen Besuch abzustatten. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Unsere Wahl fiel auf das Restaurant Tinto. Wir aßen alle Pizza mit unterschiedlichem Belag. Meine war mit Lachs und einer Dill-Sahne-Sauce. Las sich ungewöhnlich, schmeckte aber super.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg, um die Stadt zu besichtigen. Unser erstes Ziel war die Erzengel Michael Kirche, eine wunderschöne Kirche.

Mitten durch die Stadt fließt der Aurajoki, an dessen Ufer man schön entlang flanieren kann.

Unser nächstes Ziel war der Dom.

Auf unserem weiteren Weg durch die Stadt entdecken wir noch eine orthodoxe Kirche.

Auch Turku hat eine Markthalle, in der man einkaufen und essen kann.

Mit dem Auto fuhren wir anschließend nach Naantali. Die Stadt ist eine der ältesten Finnlands, heute ein wichtiger Hafen des Landes und verspricht eine sehenswerte Holz-Altstadt. Wenn man Zeit hat, lohnt sich ein Abstecher hier hin.

Unser letztes Ziel des Tages war die Burg. Wir kauften Tickets für eine Besichtigung und erkundeten die Burg in ca. einer Stunde. Es ist alles sehr interessant gestaltet mit Erklärungen auf finnisch, schwedisch und englisch.

Für das letzte Abendessen unseres Urlaubs fiel unsere Wahl auf das E. Ekblom. Auch hier schmeckte es uns sehr gut.

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Am nächsten Morgen fuhren wir zurück nach Helsinki. Da unser Flieger erst am Abend ging, liefen wir noch etwas durch die Stadt. Zum Mittagessen gingen wir auf den Markt und probierten eine finnische Spezialität, Lachssuppe. Sie war hervorragend.

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Ich bin froh, dass mein Cousin in Finnland geheiratet und uns eingeladen hat. Wir haben uns in diesem Land sehr wohl gefühlt. Nachhaltig beeindruckt haben mich die langen Tage. Klar, man weiß, dass die Sonne dort erst spät untergeht, im Vergleich zu Deutschland 2 Stunden später zu der Zeit, als wir dort waren. Aber wissen und erleben war für mich ein großer Unterschied. Ich fand es sehr faszinierend, um 9 Uhr abends noch bei völliger Helligkeit herum laufen zu können. Auf dem Heimweg von der Hochzeit hätten wir keine Straßenlaternen gebraucht. Dazu diese wahnsinnig tollen Sonnenuntergänge, etwas Vergleichbares habe ich selten erlebt.

Ein Kommentar

  1. Super. Genau so war es. Und die Eltern der Berichterstatterin blieben noch einen Tag in Helsinki und trafen sich mit den Eltern des Bräutigams zum Abendessen, bevor diese am nächsten Tag auf die Fähre nach Deutschland gingen.

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