Dieses Jahr mal Fuerteventura

Auch dieses Jahr wollten wir im November wieder in den Urlaub. Da im Juni, als wir buchen wollten, gerade der Konflikt mit dem Iran herrschte, entschieden wir uns gegen die arabische Halbinsel und für die Kanaren. Unsere Reiseberaterin Silke schickte uns einige Hotelvorschläge und unsere Wahl fiel auf das Iberostar Selection Palace auf Fuerteventura. Und so ging es am 18.11. um 13.25 Uhr vom Frankfurter Flughafen aus los. In vier Stunden Flugzeit waren wir dort. Aufgrund der Zeitverschiebung war es aber erst 16 Uhr. Der Transfer zum Hotel dauerte eine gute Stunde. Da wir die Einzigen waren, die an diesem Hotel ausstiegen, ging der Check-In schnell und wir konnten direkt unser Zimmer beziehen. Es gefiel uns auf Anhieb sehr gut.

An diesem Abend gingen wir nur noch zum Abendessen und auf einen Drink an die Bar. Am nächsten Tag nach dem Frühstück erkundeten wir das Hotel. Es hat acht Stockwerke. Man betritt es von der Straße aus im siebten Stock. Nach hinten gehen die Stockwerke dann runter. Unser Zimmer lag im vierten Stock, auf der Pooletage. Uns trennte lediglich ein Treppenhaus vom Poolbereich, was sehr praktisch war. So konnten wir unsere eigene Toilette nutzen und vor dem Mittagessen unsere Sachen im Zimmer parken. Am Pool gibt es eine Bar, wo wir uns etwas zu trinken holen konnten bzw. auch bedient wurden. Vom ersten Stockwerk, d.h. Erdgeschoss, aus, läuft man noch eine langgezogene Treppe runter und kommt dann an den Strand. Im sechsten Stock liegt das Restaurant und eine große Bar. Im siebten Stock gibt es eine Art Theater, wo fast jeden Abend Shows stattfanden. Uns hat das Hotel sehr gut gefallen. Es war alles sauber. Im Poolbereich gab es viele Liegen, so dass wir nie Probleme hatten, passende zu finden. Zum Restaurant gehören zwei Terrassen, wo wir schön draußen sitzen und essen konnten. Auch der Barbereich war so groß, dass wir nach dem Essen immer gut einen Platz fanden.

Die meisten Tage haben wir mit Lesen am Pool verbracht. Vom vierten Stock aus hatten wir einen schönen Blick aufs Meer. Zweimal sind wir nach dem Mittagessen ans Meer gelaufen, um wenigstens die Füße ins Wasser zu halten. Mehr ging auch nicht, denn es war ziemlich eisig. Generell hätte es, unserer Meinung nach, keinen Sinn gemacht, sich ans Meer zu legen, denn die Liegen und Schirme hätten extra gekostet.

An einem Tag haben wir eine Tour über die Insel gemacht. Dazu haben wir uns einen Mietwagen gebucht, was sehr einfach ging. In der Lobby des Hotels steht ein Terminal, wo wir alle Daten eingeben und per Kreditkarte zahlen mussten. Am gewünschten Tag wurde uns morgens um 9 Uhr, wie gebucht, das Auto gebracht.

Wir frühstücken erst noch und machten uns dann gegen 10:20 Uhr auf den Weg. Unser erstes Ziel war Betancuria, die alte Hauptstadt. Wir hielten am Stadtrand und liefen auf einen kleinen Platz. Leider kamen zeitgleich drei große Reisebusse an und spuckten entsprechend viele Leute aus. Weitere Busse standen dahinter und wollten ebenfalls ihre Mitfahrer los werden. Durch die vielen Leute verlor der Ort für uns sofort an Charme und wir machten nur ein paar Fotos und fuhren weiter.

Unser nächstes Ziel war Mirador Morro Velosa, ein Aussichtspunkt, von dem aus man bei gutem Wetter wohl die anderen Inseln der Kanaren sehen kann. Wir hatten einen verhangenen Tag erwischt, beeindruckend war es trotzdem.

Ein Wahrzeichen Fuerteventuras sind die Windmühlen. Eine solche fanden wir in Llanos de Conception.

Natürlich durfte auch eine Kirche auf unserer Tour nicht fehlen. In La Oliva fanden wir die Iglesia Nuestra Senora de la Candelaria. Zu unserer Freude war sie offen. Eine wirklich schöne Kirche.

An der Casa de los Colones hielten wir auch noch kurz.

Als nächstes machten wir Halt in der Hauptstadt Puerto del Rosario für eine Mittagspause.

Auf dem Rückweg hielten wir noch in Antigua und Valles de Ortega, auch wieder wegen Windmühlen, die man wirklich überall entdeckt.

Zum Abschluss wollten wir ganz in den Süden zum Leuchtturm von Punta Pesebre. Allerdings endete nach kurzer Zeit die ausgebaute Straße, so dass wir wieder umdrehten. Stattdessen kehrten wir zurück zum Hafen von Morro Jable.

In der Nähe von unserem Hotel steht der Leuchtturm von Morro Jable. Einen Abend sind wir nach dem Essen dorthin gelaufen. Am Ende unseres Ausflugs machten wir hier noch Halt, um ein paar Fotos im Tageslicht zu machen.

Um 17:45 Uhr waren wir wieder im Hotel. Es war ein schöner Ausflugstag. Die Landschaft der Insel ist sehr karg. Schwer vorstellbar, dass die Insel bis ins 15. Jahrhundert, d.h. bis zur Eroberung durch die Spanier, grün war. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut, so dass man überall gut fahren kann. Man kommt durch kleine Orte, die alle ihren eigenen Charme haben. Für uns hat ein Ausflugstag gereicht.

Zu einem schönen Urlaub gehört für uns auch gutes Essen und auch hier hat uns das Hotel nicht enttäuscht. Wir hatten all inclusive gebucht, was Frühstück, Mittagessen und Abendessen in Büffetform im Hauptrestaurant bedeutete. Morgens konnte man Spiegeleier, Rührei oder Omelette nach Wahl genießen, dazu Käse, Wurst, Gemüse und Obst. Es gab viele Müsli- und Cornflakes-Sorten, Joghurts, Pancakes, Waffeln, French Toast, frisch gepresste Säfte und sicher noch mehr, was ich schon wieder vergessen habe. Mittags und abends gab es frisch gebratenes Fleisch und Fisch, jeden Tag wechselnd, dazu diverse Salate und andere Beilagen, wechselnde Paella und Nudelgerichte. An einer Station wurden ständig Pizzen gebacken. Daneben konnte man sich Nudelsoßen mit diversen Zutaten zusammenstellen lassen. Jeden Abend gab es irgendetwas spezielles, einmal sogar Sushi. Auch das Nachtischbüffet ließ keine Wünsche übrig. Es gab kleine süße Happen, Torten, Obst und Eis.

Das Restaurant an sich hat uns auch gut gefallen. Es ist alles hell gestaltet mit witzigen Hinweisschildern, was es an den jeweiligen Stationen gibt.

Ein Besuch im japanischen Restaurant im achten Stock war bei all inclusive enthalten und so erlebten wir einen Abend etwas Außergewöhnliches. Wir nahmen zu acht rund um den Kochbereich Platz. Nach Vorspeise und Suppe wurde direkt vor uns live gekocht, inklusive Showeinlage. Es schmeckte hervorragend, war nur leider viel zu viel.

Nach dem Essen sind wir immer in die Bar gegangen und haben dort noch etwas getrunken. Bis 21 Uhr gab es an den meisten Abend Live Musik. Danach begann die Show der Animateure. Tagsüber hat man von denen nichts gemerkt, was wir sehr angenehm fanden. Die Show abends war meistens sehr gut.

Besonders gut hat uns am Hotel außerdem gefallen, dass es ein Nachhaltigkeitsprogramm gibt, das „Wave of Change“. In unserem Zimmer lag ein Flyer aus, in dem erklärt wird, dass auf die kleinen Plastikfläschchen mit Shampoo, Duschgel etc. verzichtet wird. Stattdessen hängen große, nachfüllbare Flaschen im Badezimmer. Wasser gibt es immer aus Glasflaschen. Strohhalme findet man überhaupt nicht. Beim Essen haben wir beobachtet, dass Reste oft am nächsten Tag wieder auf dem Büffet standen. Das hat uns sehr gut gefallen. Auch das Personal hat uns begeistert. Ausnahmslos alle waren super freundlich und aufmerksam.

Es war ein rundum perfekter Urlaub. Es hat alles gepasst, sogar das Wetter. Hier hatte ich die größten Bedenken. Da wir bisher zu dieser Jahreszeit nur auf der arabischen Halbinsel und somit 30° gewöhnt waren, war ich mir nicht sicher, ob ich 21° genießen kann. Aber ich habe mir umsonst Gedanken gemacht. Die Sonne hatte ziemlich viel Kraft, so dass die 21° wärmer wirkten. Zwar war es fast immer windig, so dass ich unter dem Schirm eine leichte Strickjacke brauchte, aber das fand ich nicht schlimm. Ein paar Mal morgens waren die Liegen und Polster noch nass vom Regen, der nachts bzw. frühmorgens gefallen war. Dann haben wir uns in die Bar gesetzt und sind erst gegen 11 Uhr an den Pool gegangen. Bis dahin war alles trocken. Einmal hat es den ganzen Tag immer wieder genieselt und schließlich gegen 16 Uhr plötzlich so stark geregnet, dass wir ins Zimmer flüchten mussten. Insgesamt können wir uns über das Wetter aber nicht beschweren. Für abends hatten wir Pullover dabei, konnten damit aber wunderbar draußen sitzen. Ich denke, wir werden die Kanaren wieder als Urlaubsziel auch für diese Jahreszeit in Betracht ziehen.

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