Wegen der Pandemie fielen unsere geplanten Italien- und USA-Urlaube aus. Den Bericht über den ersten Teil unseres Urlaubs, in Ostfriesland, findet ihr hier. Wegen eines Termins am Wochenende, konnten wir nicht länger bleiben und suchten daher ein Ziel für den zweiten Teil unseres Urlaubs. Mein Bruder hatte mal erwähnt, dass Rüdesheim so leer wäre, da die ausländischen Touristen fehlten. So kamen wir auf die Idee, die Situation auszunutzen und uns das Schloss Neuschwanstein anzuschauen. Und so starteten wir am Sonntag erneut und fuhren nach Garmisch-Partenkirchen. Wir wohnten im Riessersee Hotel, einem großen Hotel mit mehreren Häusern, etwas oberhalb von Garmisch-Partenkirchen direkt am Riessersee gelegen.
Aufgrund der Größe war das Frühstück hier anders geregelt. Es gab ein Büffet, aber vieles war in Weckgläsern portioniert. Wurst, Käse und warme Speisen wurden ausgegeben, genauso wie das Brot. Säfte waren in kleinen Flaschen abgefüllt. Man musste Mundschutz und Einmalhandschuhe tragen. Insgesamt fanden wir aber auch diese Form wieder sehr gut.
Das Abendessen gab es als 4-Gang-Menü, bei der Hauptspeise bestand die Wahl zwischen Fleisch, Fisch und Vegetarisch. Es hat uns sehr gut geschmeckt. Sehr nett fanden wir, dass Klaus eine Ersatzsuppe angeboten wurde, als er die Linsensuppe abbestellen wollte.
Wir hatten für Montag Tickets für die Zugspitze im Internet gebucht, wollten aber erst nachmittags hochfahren. So starteten wir unseren Tag mit der Besichtigung der Kirche St. Nikolaus in Murnau.
Als nächstes fuhren wir zum Kloster Ettal, eine beeindruckende und sehenswerte Kirche.
Wir fuhren wieder zurück zum Hotel und liefen zur nächsten Bahnstation der Zugspitzbahn. Eigentlich dachten wir, wir könnten hier die Tickets holen, die wir vorbestellt hatten. Leider stellte sich heraus, dass dies nur an Kassen möglich ist, die mit einer Person besetzt sind. Wir liefen also weiter zum Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. Hier erfuhren wir, dass wir eigentlich zu spät dran waren. Wären wir noch hochgefahren, hätten wir sofort wieder runterfahren müssen. Die nette Dame konnte unsere Tickets zum Glück auf den Mittwoch umbuchen. Da wir mittlerweile Hunger hatten, liefen wir in die Innenstadt und kehrten dort ein.
Anschließend liefen wir etwas durch Garmisch-Partenkirchen und schauten uns auch die Pfarrkirche an.
Am nächsten Tag fuhren wir zur Wieskirche in Steingaden. Dieses Weltkulturerbe hat uns sehr gut gefallen.
Von Kirchen kriegen wir einfach nicht genug und gerade in Süddeutschland sind diese besonders prächtig. Manchmal täuscht aber auch das Äußere, wie z.B. bei St. Michael in Altenstadt.
Für die Mittagspause fuhren wir nach Schongau. Hier gab es die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt zu besichtigen. Insgesamt ist der Ort recht sehenswert.
Wir hatten für 15.50 Uhr eine Führung im Schloss Neuschwanstein gebucht. Um 14.30 Uhr parkten wir unten auf dem Parkplatz und liefen hoch zum Schloss. Dies dauerte ca. 30 Minuten. Man hätte auch mit der Pferdekutsche fahren können. Normalerweise sind es 60 Personen pro Führung, aktuell sind nur 10 erlaubt und in unserer Führung waren sogar nur 7 Personen. Es fühlte sich an, wie eine Exklusiv-Führung. Uns hat das Schloss sehr gut gefallen. Wer an historischen Bauwerken interessiert ist, sollte es einmal besuchen. Leider darf man drinnen keine Fotos machen. Wir liefen anschließend noch zur Marienbrücke, um den berühmten Ausblick zu genießen.
Am nächsten Tag war es Zeit für die Zugspitze. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Bahnhof Garmisch-Partenkirchen und holten unsere Tickets. Wir stiegen in die Zugspitzbahn und waren gespannt auf die Fahrt. Eigentlich dachten wir, man müsste irgendwo in die Zahnradbahn umsteigen, tatsächlich aber kommt an einer Station die Zahnradschiene dazu und man fährt mit der Zugspitzbahn bergauf. Das Gefühl, mit einer regulären Bahn bergauf zu fahren, ist spannend. Der Ausblick hier ist schon toll.
Gegen Ende der Fahrt fährt man eine ganze Weile durch einen Tunnel und kommt schließlich am Zugspitzplatt an. Hier lag noch etwas Schnee.
Mit einer Gondel ging es dann noch ein kleines Stück bis ganz nach oben, 2.962m über NN. Diesen Ausblick darf man im Leben nicht verpassen. Auch wenn man schon mal auf einem Hochhaus gestanden hat oder auf anderen Bergen, der höchste Berg Deutschlands bietet nochmal einen deutlich beeindruckenderen Ausblick, den man einmal im Leben erlebt haben sollte.
Nach einer Trinkpause fuhren wir mit der Gondel wieder runter, ebenfalls sehr beeindruckend. Diese Seilbahn ist erst seit 2017 in Betrieb und hält mehrfachen Weltrekord. Man passiert die mit 127 Metern weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen, überwindet den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion sowie das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern (Quelle: zugspitze.de). Wir kamen am Eibsee an und stiegen wieder in die Zugspitzbahn.
Nach ca. 4 Stunden waren wir wieder am Auto angekommen. Wir fuhren kurz ins Hotel, um uns umzuziehen und fuhren dann nach Mittenwald. Leider fing es gerade an zu gewittern, so dass wir eine Mittagspause machten und dann nur kurz durch die Stadt liefen, bevor wir wegen des wiedereinsetzenden Regens zum Auto rennen mussten. Sehr schade, denn die Stadt hat mit der Lüftlmalerei an den Häusern einen sehenswerten Eindruck gemacht.
Unsere letzte Station an diesem Tag war das Kloster Benediktbeuren.
Auf unserer Rückreise am nächsten Tag machten wir noch Halt in Rothenburg ob der Tauber. Auch hier ist sonst sicher mehr los. Es waren keine Führungen unterwegs, obwohl es Donnerstag war, wirkte es eher wie ein Sonntag. Die Stadt ist wirklich sehenswert, man kann sich vorstellen, dass es vor allem zu Weihnachten hier sicher sehr besinnlich ist.
Auch unser zweiter Urlaubsteil hat uns viel Spaß gemacht. Süddeutschland hat uns gut gefallen und wir wollen gern wiederkommen, dann mit Wanderschuhen, um die Natur genießen zu können.
nichts hinzuzufügen. Am besten gleich losfahren.
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Ich bin wieder sehr beeindruckt, dass ihr so viel in ein paar Tagen zu sehen bekommt. Die Fotos wie immer toll 👏. Bei den Bildern von den Speisen bekomme ich jedesmal Hunger. Der Ausblick von der Zugspitze zeigt wirklich ein sehr schönes Panorama. Dort war ich zwar noch nicht, habe allerdings vor ein paar Jahrzehnten mal das Glück gehabt mit der Eigerbahn auf das Jungfraujoch zu fahren, knapp 3.500 m, grandios. 😘
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