Das Wandern ist des…

Nachdem es uns in Oberbayern so gut gefallen hatte, Bericht findet ihr hier, nahmen wir uns vor, nochmal wieder zu kommen und dann dort wandern zu gehen. Da wir bisher keine Wanderer waren, aber den Taunus vor der Haustür haben, beschlossen wir, hier erst mal zu üben. Für uns stand fest, dass wir uns zumindest gute Wanderschuhe anschaffen wollten, einmal, um möglichst lange gut laufen zu können, aber auch, um Verletzungen, z.B. durch Umknicken, vorzubeugen. Wir wurden hier schnell fündig und brachen so Mitte September zu unserer ersten Wanderung auf. Wir starteten an der Großen Kurve und liefen über den Fuchstanz bis zum Großen Feldberg. Insgesamt waren es 7,6 km für die wir 2,5 Stunden brauchten.

Wir hatten Blut geleckt. Da aber klar war, dass dies der vermutlich letzte warme Sonntag des Jahres gewesen war, wollten wir unsere Ausrüstung um entsprechende Bekleidung ergänzen. Wir kauften beide eine Wanderhose und eine Wanderjacke. Bei der Jacke habe ich eine Weile gezögert, denn günstig war sie nicht und ich fragte mich, ob ich wirklich noch eine Jacke brauche oder ob ich nicht mit vorhandenen Jacken und Sweatjacken hinkäme. Mittlerweile bin ich sehr froh, dass ich das Geld investiert habe. Unsere Jacken bestehen aus einer heraustrennbaren Innenjacke, Fleece bei Klaus und Stepp bei mir, und einer regenfesten Überjacke. Beides ist atmungsaktiv. Bereits bei unserer nächsten Wanderung waren wir dankbar für unsere neue Bekleidung, da es am Anfang ordentlich regnete, wir aber trocken blieben.

Auch die Flexibilität der Jacken ist toll. Wir haben bereits eine Wanderung erlebt, bei der wir mit Innenjacken gestartet sind, diese dann irgendwann ausgezogen und in den Rucksack gesteckt, dann auf dem Gipfel aber wieder angezogen haben. Die Investition hat sich definitiv gelohnt. Ich habe außerdem zu Weihnachten einen Wanderrucksack geschenkt bekommen, so dass unsere Ausrüstung nun vollständig ist. So ein speziell für Outdoor-Aktivitäten gedachter Rucksack ist super. Erstens sitzt er durch die entsprechenden Gurte sehr gut und zweitens ist er durch einen Regenüberzug, der in einer Tasche ganz unten versteckt ist, auch für einen Regenschauer sehr gut geeignet. Klaus besaß schon so einen Rucksack.

So waren wir nun seit September viele Sonntage in der Natur unterwegs und sind begeistert, was es vor unserer Haustür zu entdecken gibt. Entweder plant Klaus unsere Touren selbst, indem er Ziele festlegt und damit Rundtouren erstellt. Auf diversen Internetseiten findet man aber auch geplante Touren. Hier kann man sich die GPX-Dateien runter und auf das Handy laden. Klaus nutzt die App Komoot. Sie gefällt uns sehr gut, da sie sogar jegliche Trampelpfade kennt. Wir haben auch zwei Wanderungen gemacht, bei denen man Schildern folgen konnte. Die eine war der 3-Burgen-Weg, der zu den Burgen in Königstein, Kronberg und Falkenstein führt, die andere war der Taunuswichtelweg, der in Schmitten startet.

Beide Wanderungen haben uns sehr gut gefallen, so dass wir sie nochmal machen wollen. Ich werde sie euch demnächst hier vorstellen.

Generell haben wir festgestellt, dass wir am liebsten im Wald unterwegs sind. Eine Wanderung führte uns durch die Weinberge in der Nähe von Rüdesheim. Die goldenen Weinberge haben uns gut gefallen, auch wenn die Sonne nicht schien. Aber der Weg war fast überall gepflastert, das hat uns nicht so gut gefallen.

Schön ist es, wenn man mit tollen Aussichten belohnt wird. Wir suchen unsere Touren nicht danach aus, d.h. es gibt nicht immer eine schöne Aussicht, aber wir genießen sie, wenn es sie gibt.

Manchmal gibt es am Wegesrand auch etwas zu entdecken. Die Wichtel waren etwas ganz Besonderes, aber auch auf anderen Touren gab es neben den eigentlichen Sehenswürdigkeiten wie Burgen etc. noch mehr zu entdecken.

Nicht so begeistert sind wir, wenn es scheinbar keinen Weg gibt. Ein paar Mal kam es vor, dass es laut Komoot einen Weg geben sollte, wir ihn aber ihn aber nicht erkennen konnten und im Grunde querfeldein liefen. Das ist manchmal etwas abenteuerlicher als es mir lieb ist.

Wir lieben unser neues Hobby. Besonders gut gefällt uns, dass man normalerweise nebeneinander herlaufen und sich unterhalten kann, im Gegensatz z.B. zum Radfahren, wo man meistens hintereinander herfährt. Außerdem kostet es nicht mehr als die Ausrüstung (und ich würde nur die Schuhe als Muss bezeichnen) und man entdeckt so viel Neues, auch vor der eigenen Haustür. Man bewegt sich an der frischen Luft und stärkt nebenbei sein Immunsystem. Mit der richtigen Ausrüstung ist man auch einigermaßen wetterunabhängig. Bei unserer letzten Wanderung 2020 haben wir unsere Ausrüstung im Schnee erprobt. Da überraschend die Sonne rauskam, haben wir eine der schönsten Touren bisher erleben dürfen.

Wir freuen uns schon jetzt auf unsere Wanderungen 2021.

3 Kommentare

  1. Ich bewundere eure Energie für dieses neue Hobby und freue mich immer sehr auf und über Fotos,
    Gut, dass es bei euch so schöne und lohnende Ziele gibt. 👍😉

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  2. So hat die Pandemie euch ein neues Hobby gebracht!! Viele entdecken jetzt die Natur und es ist eine total gesunde Sache! Freut mich für euch, dass die nahe Umgebung euch so viel Schönes beschert!
    Da freue ich mich auf den nächsten Bericht, denn ich kenne eure nähere Umgebung gar nicht!

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