Traumhafte Berge

Nach einer Woche in Konstanz (Bericht findet ihr hier) brachen wir zum zweiten Teil unseres Urlaubs auf. Diesen wollten wir in Berchtesgaden verbringen. Auf der Fahrt dorthin machten wir aber zunächst noch Pause auf der Insel Lindau. Sie ist knapp 70ha groß, liegt im Bodensee und hat vor allem eine sehenswürdige Altstadt. Wir parkten in einem Parkhaus am Rande der Altstadt und erkundeten die Insel zu Fuß. Als erstes besichtigten wir die Kirche St. Stephan.

Direkt daneben liegt das Münster.

Als nächstes kamen wir zum Hafen. Sehenswert ist hier vor allem die Einfahrt, die von einem Löwen und einem Leuchtturm eingefasst wird. Ebenfalls am Hafen steht der alte Leuchtturm.

Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir noch an der Peterskirche vorbei.

Für die Besichtigung haben wir ca. 1,5 Stunden benötigt. Aufgrund der Altstadt lohnt sich der Stopp, auch wenn mich die Touri-Angebote am Hafen, wie „dein Name auf einem Reiskorn“ etwas gestört haben.

Gegen 17 Uhr kamen wir in Berchtesgaden an. Wir hatten das Hotel Edelweiß gebucht, ein familien-geführtes 4-Sterne Hotel. Das Hotel liegt mitten in der Stadt. Unser Zimmer war ziemlich groß und bot einen tollen Blick auf die Berge.

Wir hatten Halbpension gebucht und kamen so in den Genuss eines riesigen Frühstücks-Büffets sowie einem hervorragenden 4-Gänge-Menü am Abend. Zum Frühstück gab es eine unglaubliche Auswahl an allem: Müsli, Cerealien, Brot / Brötchen, Eierspeisen, Obst, Gemüse, Salate, Marmeladen, Säften, Tees, Kaffee. Außerdem gab es abwechselnd frisch zubereitete Waffeln oder Crêpes. Am Abend gab es ein Vorspeisenbüffet sowie Brot und Aufstrich vom Büffet. Dann folgten eine servierte Vorspeise, eine Suppe, ein Hauptgang und ein Dessert. Anschließend konnte man sich noch Käse vom Büffet holen. Bei allen servierten Speisen gab es immer eine vegetarische sowie eine glutenfreie Alternative. Alles, was wir bekamen, war mehr als herausragend.

Neben der Lobby gab es eine Bar, an der wir nach dem Essen noch einen Drink nahmen.

Am nächsten Tag wollten wir eine erste Wanderung unternehmen und fuhren mit dem Bus zum Königssee. Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten. Wir kauften zwei Tickets für die Fahrt bis zu St. Bartholomä. Diese Fahrt dauerte ca. 1 Stunde, aber bereits dies ist ein Erlebnis. Der Königsee ist ein Gebirgssee, liegt zum Großteil im Nationalpark Berchtesgaden und ist einer der saubersten Seen Deutschlands. Er liegt eingerahmt zwischen den Berghängen Watzmann und Hagengebirge.

Nach ca. 2/3 der Fahrtstrecke gab es ein imposantes Konzert. Der Kapitän unseres Schiffs packte seine Trompete aus und spielte ein paar kurze Tonfolgen, wobei das Beeindruckende dabei der Widerhall des Gebirges ist. Egal, was er spielte, es wurde vom Berg genauso zurück geworfen.

Das Ziel unserer Wanderung war die Eiskapelle, das tiefst-gelegene permanente Eisfeld. Zunächst führte der Weg durch den Wald. Dann wurde es schwieriger, vor allem, weil es einige Wochen zuvor ein Unwetter gegeben hatte. Ungefähr die Hälfte des Weges war nicht mehr klar erkennbar. Wir mussten über große Geröllbrocken klettern, zum Schluss war eigentlich gar kein Weg mehr vorhanden sondern nur noch ein einziges großes Geröllfeld. So kamen wir auch nicht wirklich nah an die Eiskapelle heran.

Wir waren froh, als wir wieder auf einem erkennbaren Weg zurück waren. Diese Wanderung war eine ordentliche Herausforderung und machte am Schluss wenig Spaß. Wenn der Weg wieder hergestellt ist, kann man die Wanderung sicher wieder empfehlen. Bis dahin ist es nur etwas für Leute, die sehr gut zu Fuß sind und über eine gute Ausrüstung verfügen.

Trotzdem hat sich der Ausflug allein aufgrund des Königssees gelohnt.

Am nächsten Tag regnete es und so beschlossen wir, lediglich einen kleinen Spaziergang durch Berchtesgaden zu machen. Wir besichtigten die Franziskanerkirche.

Anschließend gingen wir zum Schloss. Hier ist der Schlosshof sehenswert, sowie die angeschlossene Stiftskirche St. Peter und Johannes.

Den Abschluss bildete St. Andreas und die Stadt an sich.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen in der Hotellobby. Zum Mittagessen bestellten wir uns einen Cesar Salad, auch dieser war hervorragend.

Am darauffolgenden Tag war das Wetter wieder sehr schön, Sonnenschein bei 22°. Eigentlich wollten wir wieder über den Königssee fahren, aber diese Idee hatten auch viele andere Leute. Nachdem wir eine Weile in der Ticketschlage gestanden hatten, beschlossen wir, den Plan zu ändern. Wir liefen zur Talstation der Jennerbahn. Dies ist eine Gondel, mit der wir bis zur Mittelstation fuhren. Von hieraus wanderten wir bis zum Obersalzberg, was ca. 2,5 Stunden dauerte. Die meiste Zeit führte der Weg durch den Wald, aber ein paar Mal hatten wir einen traumhaften Ausblick ins Tal.

Nach einer kleinen Mittagspause liefen wir noch bis zur Dokumentation Obersalzberg, allerdings war alles ausgebucht. So liefen wir wieder zurück zur Bergstation der Gondel Obersalzberg. Dies ist eine Stufengondel, bei der man an der Mittelstation in die gegenüberliegende Gondel umsteigen muss. Am Ende kamen wir wieder in Berchtesgaden an.

Auch wenn der Tag anders verlaufen war als ursprünglich geplant, war es eine schöne Wanderung. Die Fahrt mit der Gondel wieder runter war lustig.

Ein Besuch in Bad Reichenhall stand auch auf unserer Liste und so fuhren wir am nächsten Tag nach dem Frühstück los und waren nach ca. 30 Minuten dort. Wir fanden spontan einen Parkplatz in der Nähe der Kirche St. Nikolaus.

Anschließend liefen wir etwas durch die Stadt zum Florianiplatz, Rathaus und St. Ägid.

Da sich Bad Reichenhall in unseren Augen nicht als sehr sehenswert herausstellte, fuhren wir wieder zurück nach Berchtesgaden. Nach einer kleinen Mittagspause fuhren wir mit dem Bus zur Enzianbrennerei Grassl. Neben dem Verkaufsraum gibt es ein Museum, wo man einiges interessantes über Enzian, das Brennen von Schnaps und der Firmengeschichte erfährt. Wir fanden diesen Ausflug lohnenswert.

Am darauffolgenden Tag war das Wetter durchwachsen und so probierten wir es erneut am Königssee. Diesmal war es nicht so voll und so fuhren wir wieder mit dem Schiff, diesmal bis zur Endhaltestelle Salet. Von hieraus starteten wir unsere Wanderung mit Ziel Röthbachfall.

Als erstes kamen wir am Obersee vorbei. Hier wurde uns ein herrliches Panorama geboten.

Nach ca. 1,5 Stunden kamen wir am Röthbachfall an. Hierbei handelt es sich um den höchsten Wasserfall Deutschlands mit 470m Fallhöhe.

Diese Wanderung war die schönste in diesem Urlaub. Mittendrin ging es mal über eine Art Naturtreppe hoch und wieder runter, wobei man sich an einem Stahlseil festhalten konnte. Dieser Teil war etwas herausfordernder, aber der Blick auf den Obersee und am Ende der Wasserfall haben uns entlohnt.

Ein Tag war noch übrig, an dem ein Besuch im Salzbergwerk Berchtesgaden anstand. Das berühmte Bad Reichenhaller Salz kommt aus dem Bergwerk in Berchtesgaden. Leider darf man unten keine Fotos machen. Wir fanden die Führung außerdem etwas sehr touristisch, da die Erklärungen vom Band kommen und man während einer Fahrt über einen Salzsee eine Lasershow geboten bekommt. Trotzdem hat sich der Besuch gelohnt.

Am nächsten Tag mussten wir leider nach Hause fahren. Uns hat es in Berchtesgaden gut gefallen. Das Hotel können wir absolut weiterempfehlen, da nicht nur das gebotene Essensangebot hervorragend war, sondern auch alle Angestellten sehr aufmerksam und freundlich waren. Die Stadt ist schön gelegen, mitten in den Bergen. Die Nähe zum Königssee, der uns mit seinem herrlichen Panorama beeindruck hat, ist toll. Vermutlich waren wir nicht zum letzten Mal dort.

5 Kommentare

  1. Wieder eine sehr schöne Beschreibung eurer Reise mit tollen Fotos, besonders gut gefallen haben mir die Bilder der leckeren Menüs. 🤤😘

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  2. Auch hier kommt mir manches bekannt vor. Nur die Schiffstour zum Watzmann hat nicht stattgefunden. Kann man ja nochmal nachholen? Und mit dem Fahrrad war ich auch nicht unterwegs nur zu Fuß oder mit dem Auto!
    Vielen Dank für die ausführlichen Berichte!

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