Beeindruckendes Edinburgh

Unsere erste Station in Schottland war die Hauptstadt Edinburgh. Den Bericht über unsere Anreise findet ihr hier. Wir hatten für 4 Nächte ein Zimmer im hub by Premier Inn in der Rose Street gebucht. Vom Hauptbahnhof aus sind es lediglich ca. 10 Minuten Fußweg zum Hotel. Beim Buchen der Reise waren wir von den Hotelpreisen etwas überrascht. Wir haben meistens mehr als 200€ pro Nacht bezahlt. Dafür bekamen wir relativ spartanisch eingerichtete Zimmer. Das Zimmer im hub by Premier Inn in Edinburgh war einigermaßen geräumig, hatte aber keinen Kleiderschrank. Im Bad gab es keine Kosmetiktücher und der Fön war im Zimmer fest angebracht. Zimmerreinigung gab es nicht automatisch, sondern nur auf Anfrage. An zwei Morgen haben wir im Hotel gefrühstückt, für 6£ pro Person. Dafür gab es Toast mit süßen Aufstrichen, Obst, Joghurt, Kaffee und Saft. Die Lage des Hotels ist allerdings top. In der Rose Street selbst sowie in den umliegenden Straßen gibt es zahlreiche Restaurants und Pubs, so dass wir jeden Abend losziehen und uns spontan überlegen konnten, wo wir essen wollten.

An unserem ersten vollen Tag in Edinburgh wollten wir die Old Town erkunden. Die erste Sehenswürdigkeit war das Schloss. Bevor wir den Aufstieg angingen, genossen wir den Ausblick auf dieses monumentale Gebäude.

Zum Schloss geht es einigermaßen steil hoch, aber wenn man sich nicht hetzt, schafft man den Aufstieg gut. Hier merkten wir das erste Mal etwas davon, dass Edinburgh viele Touristen anzieht. Wir bewunderten das Castle nur von außen.

Auf unserem Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit kamen wir an der Tolbooth Kirk vorbei. Dies ist eine ehemalige Kirche, die jetzt für Veranstaltungen genutzt wird.

Dagegen ist St. Giles eine aktive Kirche und eine sehr beeindruckende noch dazu. Vor allem die Decke und das Chorgestühl sind sehr sehenswert.

Am Castle von Edinburgh beginnt die Royal Mile. Hier findet man diverse Geschäfte und Pubs. Auffällig ist auch die Bauweise der Gebäude, die ab dem 1. Stock aufwärts schlicht ist, während die Fassaden der Läden im Erdgeschoss sehr farbig gestaltet sind. Wir haben sogar zwei Läden mit Weihnachtsdekoration entdeckt und haben in einem eine schöne Weihnachtsbaumkugel für unsere Sammlung gefunden.

Die Royal Mile führt bis zum Holyrood Palace, den man in ca. 30 Minuten Fußweg erreicht. Der Palast ist der offizielle Sitz des britischen Monarchen in Schottland.

Direkt gegenüber liegt das schottische Parlament, ein sehr modernes Gebäude, bewusst so gestaltet als Gegenpol zum Palast.

Eigentlich wollten wir dann hoch auf Arthur’s Seat, dem Hausberg von Edinburgh. Wir begannen den Aufstieg, stellten dann aber fest, dass es zum einen ziemlich steil hoch geht, bis man ganz oben ist und außerdem, dass es relativ voll war. Beides sprach für uns gegen einen Aufstieg und so entschieden wir uns auf den Berg davor zu steigen, den Salisbury Crags. Wir denken, dass man von hier aus vielleicht sogar die bessere Aussicht auf die Stadt hat, weil man näher dran ist.

Wieder zurück auf der Royal Mile legten wir eine Mittagspause ein bevor wir dann zur Scotch Whisky Experience gingen. Hier hatten wir eine Führung gebucht. Wir dachten eigentlich, dass es sich um eine Destillerie handelt, aber dem ist nicht so. Wir wurden von unserer Führerin im Laden abgeholt. Die Führung findet in mehreren Räumen statt, in denen wir jeweils Filme mit Erklärungen gezeigt bekamen. In einem Raum war ein U-förmiger Tisch aufgebaut, an dem wir einen ersten Whisky zum probieren bekamen. Die Führung endete in einem großen Raum mit mehreren Tischen und einer Bar. Hier warteten Holzbretter mit je 5 Gläsern auf uns und das Tasting begann. Wir erhielten Informationen zu jedem Whisky und konnten dann probieren.

Zunächst war ich nicht sicher, ob wir enttäuscht wären, weil es keine Destillerie war, die wir besichtigen konnten. Aber wir haben bereits solche Destillerien gesehen und so war es eine andere, aber sehr interessante Erfahrung. Die Erklärungen waren gut gemacht unsere Führerin war gut drauf und mit Freude dabei. Zum Glück war ihr englisch eher britisch und somit gut verständlich für uns. Die Whiskys am Ende schmeckten auch gut. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit der Führung.

Am nächsten Tag stand die New Town auf unserer Liste. Durch Edinburgh fahren mehrere Sightseeing Busse. Wir kauften uns Tickets für City Sightseeing und stiegen in einen Bus der blauen Route. Am Ocean Terminal stiegen wir aus. Hier liegt die Royal Yacht Brittania. Das Ocean Terminal ist ein kleines Einkaufszentrum. Wir hatten gehofft, wir könnten einen guten Blick auf die Yacht vom Terminal oder von der Straße aus. Leider ist dies nicht wirklich möglich und der Eintrittspreis für eine Besichtigung war uns mit 25£ zu hoch.

Die Bustour war sehr interessant, weil man einen guten Eindruck von Edinburgh bekommt, vor allem auch von Wohngebieten und nicht nur den Touristen Hotspots.

Auf der Rückfahrt stiegen wir am Leopold Place aus. Hier liegt Calton Hill. Dies ist eine vulkanische Erhebung mitten in der Stadt. Oben auf dem Hügel steht das National Monument of Scotland und das Nelson Monument. Der Blick auf die Stadt ist außerdem sehenswert.

Nach dem Abstieg besuchten wir die St. Mary’s Cathedral, die in unmittelbarer Nähe liegt.

Wir stiegen nochmal in einen Sightseeing Bus und fuhren bis Lothian Road. Nach einem Fußweg von ca. 15 Minuten kamen wir zur St. Mary’s Church, die wir leider nicht besichtigen konnten. In der Nähe der Bushaltestelle hatten wir aber St. John’s Church entdeckt und schauten uns diese stattdessen an.

Wir erwischten einen der letzten Busse zurück zum Bahnhof. Auf unserem Weg ins Hotel kamen wir wieder am Scott Monument vorbei. Es ist ein Denkmal für den schottischen Autor Sir Walter Scott.

Auch dieser Tag hat uns sehr gut gefallen. Edinburgh hat einen sehr guten Eindruck auf uns gemacht. Man kann viele Sehenswürdigkeiten gut erlaufen, ansonsten sind die Sightseeing Busse eine tolle Möglichkeit um noch mehr zu sehen. Die Bauwerke der Stadt haben uns beeindruckt. Es gibt viel Geschichte zu entdecken. Einerseits sind die Bauwerke etwas düster, andererseits sind die Fronten der Läden in den Erdgeschossen bunt angemalt, was wiederum freundlicher wirkt. Insgesamt wirkt Edinburgh monumental. Wir können einen Besuch sehr empfehlen.

Für uns ging es am nächsten Tag nach Glasgow und am übernächsten Tag weiter nach Aberdeen. Die Berichte werden folgen.

2 Kommentare

  1. Habe viel in den Fotos aus Edinburgh erkannt. Wir hatten damals herrliches Wetter aber kalt. Wir noch mit Winterjacken und die Schotten mit Flip Flops und kurzen Hosen. Übernachtet haben wir in einer B&B Unterkunft, die sehr besonders und schön war. Macht Spaß zu lesen und sich an vieles zu erinnern.
    Gerlinde

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