Die letzte Station auf unserer Schottlandreise war Inverness und die Stadt hat uns überrascht. Inverness ist mit ca. 50k Einwohnern nicht sehr groß, daher hatten wir keine großen Erwartungen. Wir hatten sie vor allem deshalb als Ziel gewählt, weil von hieraus der Caledonian Sleeper nach London fährt und wir gerne noch etwas weiter ins Land fahren wollten.
Unsere Zugfahrt von Aberdeen dauerte nur gut zwei Stunden, so dass wir zu früh im Hotel waren um einzuchecken. Wir ließen unsere Koffer dort und zogen los. Auf der Suche nach einem Mittagssnack landeten wir in einem modernen Einkaufszentrum, das allerdings nur ein Restaurant bot. Zum shoppen ist es sicher eine gute Location. Ein bisschen gestärkt zogen wir weiter und kamen zum Victoria Market. Dies ist eine historische, überdachte Einkaufspassage, wurde 1870 eröffnet und hieß ursprünglich New Market. Hier hätten wir zuerst hingehen sollen, denn es gibt eine gute Auswahl an Restaurants mit einem großen Essbereich in der Mitte.



Ein Bauwerk, das heraussteht, ist The Steeple. Es ist Teil des ehemaligen Zollgebäudes.

Direkt gegenüber liegt das Rathaus.

Ebenfalls in unmittelbarer Nähe auf einem kleinen Hügel liegt das Castle von Inverness. Wir haben das Schloss nicht besichtigt. Aber im Café findet man einige Tafeln mit Informationen zur Geschichte des Schlosses. Außerdem ist der Blick vom Schloss auf den Fluss und das gegenüberliegende Ufer sehr schön.









Auf der anderen Flussseite liegt St. Andrew’s. Die Kirche hat uns gut gefallen, sie ist ähnlich, wie alle Kirchen, die wir auf unserer Tour besichtigt haben.





Auf unserer Liste stand noch die Old High Church, die wir allerdings nur von außen anschauen konnten.

Damit endete der Tag und wir kehrten in einen schönen Pub ein für das Abendessen.

Am nächsten Tag hatten wir viel Zeit bis abends unser Nachtzug nach London abfuhr. Wir hatten im Hotel einen Flyer für eine Tour des Anbieters Highland Ways zu Loch Ness gefunden und Tickets gebucht. Am Busbahnhof fuhren wir gegen 14 Uhr mit einem Reisebus los bis zu einer Bootsanlegestelle. Die Fahrt dauerte nur ca. 30 Minuten. Die Fahrt mit dem Boot führte durch einen Kanal bis auf Loch Ness. Währenddessen erklärte ein Führer einiges zu den Sehenswürdigkeiten am Ufer. Die Fahrt hat uns viel Spaß gemacht. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich der Kanal auf den Loch öffnet.










Endstation war für uns das Urquhart Castle. Dies konnten wir selbstständig besichtigen. Es sind vor allem Ruinen vorhanden, aber gut erhalten mit Hinweistafeln zu allen Bereichen, so dass man sich ganz gut vorstellen kann, wie das Leben dort war. Der Blick auf Loch Ness hat uns außerdem begeistert.











Zurück ging es wieder mit dem Reisebus. Die Fahrt dauerte ca. eine Stunde und der Busfahrer erzählte immer wieder etwas zu den Ortschaften. Aufgrund seines schottischen Akzents haben wir nicht alles verstanden, aber die Fahrt trotzdem genossen. Und auch wenn wir Nessie nicht gesehen haben (unser Busfahrer hatte uns empfohlen dafür auf dem Boot Kaffee mit Whisky zu trinken), war es eine tolle Tour.









Zurück in Inverness holten wir unsere Koffer aus dem Hotel, aßen zu Abend und stiegen anschließend in den Caledonian Sleeper. Den Bericht dazu findet ihr hier.
Inverness hat uns positiv überrascht. Sicher kommen viele Touristen aufgrund der Nähe zu Loch Ness. Das spült natürlich Geld in die Stadtkasse. Gleichzeitig kann es diverse Probleme mit sich bringen. Unser Eindruck ist, dass die Stadt das gut im Griff hat, denn alle Sehenswürdigkeiten waren gut erhalten, mit Hinweistafeln ausgestattet. Die Stadt insgesamt kam uns sauber vor und das kulinarische Angebot ist groß. Wir können einen Besuch dort gut empfehlen.
Hiermit endete unsere Schottlandreise. Wir verbrachten noch zwei Tage in London, bevor wir wieder nach Hause fuhren.